Ubuntu Netbook Remix für Mini-Laptops

Ubuntu Netbook Remix für Mini-Laptops

Britta Wülfing
06.06.2008

Auf der Computex in Taiwan stellt Canonical, das Unternehmen hinter der freien Distribution Ubuntu, eine spezielle Version des Linux-Betriebssystems für ultra-mobile Laptops vor. Die neue Variante namens Ubuntu Netbook Remix ist für so genannte Netbooks gedacht. Diese preiswerte Laptop-Variante mit kleinen Monitoren basiert auf Intels neuem Atom-Prozessor und eignet sich insbesondere für den Interneteinsatz.

Besonderes Augenmerk hat Canonical bei der Ubuntu-Anpassung für das Netbook auf die entsprechenden Funktionalitäten gelegt. Auf auf Basis des Ubuntu-Standard-Desktop sollen Anwender vor allem die Funktionen Email, Instant Messaging, Internet-Surfen sowie Online-Zugang zu Fotos, Videos und Musik nutzen. Als neue Funktionalität bietet die Linux-Variante einen zusätzlichen Starter, genannt "Launcher", der den Bootvorgang beschleunigen soll. Damit verspricht Canonical den Anwendern einen besonders schnellen Start ins Internet und in die Lieblingsanwendungen. Eine ähnliche Linux-basierende Technologie namens Splashtop zum Systemschnellstart setzt der Hardware-Hersteller Asustek auf seinen Mainboards ein.

Auch Canonical zielt auf den boomenden Markt der Mini-Laptops und bietet das Ubuntu Netbook Remix als OEM-Version an; Hardware-Hersteller sollen das System vorinstalliert auf ihren Mini-Laptops liefern. Für ein breites Angebot an Anwendungen arbeitet das Unternehmen mit weiteren Software-Anbieter zusammen, die ihre Programme für Ubuntu Netbook Remix zertifizieren sollen. Laut Auskunft des Herstellers gibt es derzeit Gespräche mit mehreren Hardware-Herstellern, die ihre Rechner im Lauf des Jahres 2008 mit der Laptop-Version ausliefern wollen.

Die Basistechnologie für Intels neue MID-Plattform entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit Partnern im Open-Source-Projekt Moblin.org, an dem sich neben Canonical und Intel auch Unternehmen wie Wind River beteiligen. Der Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth erhofft sich durch die Mini-Laptops insgesamt mehr Marktanteile auf dem Desktop: "Viel mehr Menschen werden Linux zum ersten Mal mit diesen Geräten erleben, die mit Canonical arbeiten", sagt er. Selbstbewusst macht er Werbung für das Projekt: "Unsere Anwendungsoberfläche und die zusätzliche Software aus dem Moblin-Projekt sind der beste Weg um sicherzugehen, dass das Netbook-Erlebnis ein Erfolg wird."

Der erfolgsverwöhnte Ubuntu-Chef hat auf dem Markt der Mini-Laptops starke Konkurrenz: Das Betriebssystem der Wahl in dem preiswerten Segment ist bislang zwar Linux, aber wegen des großen Erfolgs des Eee-PC von Asus hat bislang die Distribution Xandros die Nase vorn. Einen weiteren Laptop-Wettbewerber mit Namen Aspire One stellte der taiwanesische Hersteller Acer gestern in München vor, das Betriebssystem der Wahl ist in diesem Fall die Linux-Variante Linpus.

Ähnliche Artikel

Kommentare

Aktuelle Fragen

Linux open suse 2,8
Wolfgang Gerhard Zeidler, 18.04.2017 09:17, 2 Antworten
Hallo.bitte um Hilfe bei. Code fuer den Rescue-login open suse2.8 Mfg Yvo
grep und sed , gleicher Regulärer Ausdruck , sed mit falschem Ergebnis.
Josef Federl, 15.04.2017 00:23, 1 Antworten
Daten: dlfkjgkldgjldfgl55.55klsdjfl jfjfjfj8.22fdgddfg {"id":"1","name":"Phase L1","unit":"A",...
IP Cams aufzeichnen?
Bibliothek der Technischen Hochschule Mittelhessen / Giessen, 07.04.2017 09:25, 7 Antworten
Hallo, da nun des öfteren bei uns in der Nachbarschaft eingebrochen wird, würde ich gern mein...
WLAN lässt sich nicht einrichten
Werner Hahn, 21.03.2017 14:16, 2 Antworten
Dell Latitude E6510, Ubuntu 16.4, Kabelbox von Telecolumbus. Nach Anklicken des Doppelpfeiles (o...
"Mit Gwenview importieren" funktioniert seit openSuse 42.2 nicht mehr
Wimpy *, 20.03.2017 13:34, 2 Antworten
Bisher konnte ich von Digitalkamera oder SD-Karte oder USB-Stick Fotos mit Gwenview importieren....