Open Source für China

Ubuntu Kylin hält in China Einzug

Ubuntu Kylin hält in China Einzug

Tim Schürmann
25.03.2013
Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnik hat eine Referenzarchitektur für Betriebssysteme ausgearbeitet, bei der Ubuntu die Basis bilden soll.

Die zuständige Abteilung CSIP (China Software and Integrated Chip Promotions Centre) möchte so ein „flexibles, offenes, weit-verbreitetes und standardisiertes Betriebssystem anbieten.“ Die Ankündigung ist Teil eines Fünfjahresplans der chinesischen Regierung, der Open-Source-Software fördern und das Wachstum des Open-Source-Ökosystems in China beschleunigen soll.

Gleichzeitig gründen Canonical, CSIP und die chinesische National University of Defense Technology (NUDT) das CCN Open Source Innovation Joint Lab in Peking. In ihm sollen Mitarbeiter aus allen drei Organisationen die auf China ausgerichteten Ubuntu-Variante Ubuntu Kylin weiterentwickeln. Eine erste Version der Distribution soll bereits im April 2013 erscheinen.

Neben passenden Sprachpaketen soll Ubuntu Kylin insbesondere auch auf den chinesischen Markt zugeschnittene Anwendungen enthalten, darunter etwa einen chinesischer Kalender und das von der chinesischen Regierung geförderte Büropaket WPS. Des Weiteren bindet Ubuntu Kylin chinesische Dienste ein, wie etwa das Verkaufsportal Taobao.

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