Ubuntu Gnome will Karten-App nicht mehr standardmäßig installieren

Ubuntu Gnome will Karten-App nicht mehr standardmäßig installieren

Gnome Maps komplett funktionslos

Tim Schürmann
15.07.2016 Zur Desktop-Umgebung Gnome gehört auch die Landkarten-Anwendung Gnome Maps. Diese nutzte bislang den Kartendienst MapQuest, der jedoch seine Nutzungsbedingungen geändert hat. Nutzer von Gnome Maps sehen seitdem nur noch lauter Fehlermeldungen.

Gnome Maps kann nicht mehr auf das Kartenmaterial von MapQuest zugreifen. Stattdessen zeigt die Anwendung nur noch den Hinweis, dass der direkte Zugriff nicht mehr erlaubt ist.

Der Entwickler Jonas Danielsson schreibt in einem Status-Bericht auf der Gnome-Mailingliste, dass man zu einem anderen Dienst wechseln muss. Ein Umstieg auf OpenStreetMap wäre zwar möglich, es gäbe sogar erste Patches. Allerdings würde man dabei sehr wahrscheinlich die Nutzungsbedingungen von OpenStreetMap verletzen.

Jonas Danielsson beklagt zudem seinen akuten Zeitmangel, aufgrund dessen sehr wahrscheinlich keine schnelle Lösung zu erwarten ist. Gleichzeitig bittet er um Hilfe – zum einen bei der Kontaktaufnahme mit dem OpenStreetMap-Projekt, zum anderen bei der Entwicklung von Patches und deren Tests.

Eine schnelle Lösung scheint daher wahrscheinlich nicht in Sicht. Das Team rund um das Ubuntu-Derivat „Ubuntu Gnome“ überlegt daher im Moment, die Karten-Anwendung nicht mehr als „empfohlen“ im kommenden Ubuntu Gnome 16.04.1 zu führen. Die Anwendung müssten Nutzer dann manuell nachinstallieren. Gemäß Jeremy Bicha würde durch die Maßnahme ein bereits installiertes Gnome Maps nicht automatisch deinstalliert.

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