Nach seinem Einzug in Kernel 2.6.28 lässt sich Ext4 auch im nächsten Ubuntu manuell als Dateisystem einrichten.
Ubuntu 9.04 (Jaunty Jackalope), das im April 2009 offiziell erscheint, wird das Dateisystem Ext4 unterstützen, den offiziellen Nachfolger von Ext3. Nach Aussage von Colin Watson steckt der Support für Ext4-Partitionen bereits im Installer: Wer eine Partition per Hand anlegt, darf Ext4 als Dateisystem wählen. Bisher war es lediglich möglich, das Dateisystem über “mkfs.ext4” auf der Kommandozeile einzurichten.
Nachdem Hauptentwickler Ted Tso das Dateisystem vor nicht allzu langer Zeit ohne größere Probleme auf seinem Privatrechner einsetzte, nahmen die Kernel-Entwickler den Code in die Hauptentwicklungslinie (mainline) der Version 2.6.28 auf. Wer Ext4 bereits jetzt produktiv einsetzen will, sollte sich vorher jedoch informieren: Unter Jaunty trat bereits ein Fehler im Zusammenspiel mit Initramfs auf – allerdings ist die Integration von Ext4 auch noch im Gange.
Gegenüber seinen Vorgängern bringt Ext4 einige Vorteile mit: Es kommt mit Dateien von bis zu 16 TeraByte und Dateisystemen mit bis zu einem ExaByte zurecht, was etwa einer Million TeraByte entspricht. Ext4 erlaubt eine unendliche Menge an Unterverzeichnissen und verwaltet die Datenparts von Dateien besser. Auch für normale Anwender bringt Ext4 Vorteile: Laut Entwickler Ted Tso arbeiten die regelmäßigen Konsistenzprüfungen mit Fsck deutlich schneller.
Tim Gardner von Ubuntus Kernel-Team berichtet, dass er dank Ext4 seine Dateien etwa zwanzig mal schneller löschen und den Kernel in der Hälfte der bisherigen Zeit bauen kann. Vorhandene Ext3-Systeme lassen sich übrigens mit Hilfe von ein paar Befehlen in Ext4-Dateisysteme verwandeln.






Es heißt “TeraByte” und hat nix mit der Erde(Terra) zu tun…
Ja, den Fehler mach ich immer wieder gern :) Ist korrigiert, danke!