US-Gericht bestätigt GPL

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Max Jonas Werner
21.03.2006

Im Fall "Wallace gegen die FSF" hat der zuständige Richter im US-Bundesstaat Indiana die Rechtmäßigkeit der GPL bestätigt. Wallace muss der Free Software Foundation sämtliche Verfahrenskosten erstatten.

Daniel Wallace hatte im Mai letzten Jahres die FSF verklagt, da sie seiner Meinung nach mit ihrer General Public License eine illegale Preisbindung vorschreibe. Unterstützung fand Wallace durch die Journalistin Maureen O'Gara, die sich mit zweifelhaften Artikeln gegen Freie Software einen Namen gemacht hat. Mit dem Urteilsspruch des Richters John Daniel Tinder hat Wallace das Verfahren nicht nur verloren, sondern sich mit seiner Anklage ins eigene Fleisch geschnitten. Tinder begründet sein Urteil nämlich unter anderem folgendermaßen:

Die GPL schwächt den freien Wettbewerb sowie den Verkauf von Computer-Betriebssystemen nicht, sondern stärkt ihn vielmehr. Die Vorteile davon werden direkt an die Verbraucher weitergeleitet. Diese Vorteile sind unter anderem geringere Preise, bessere Zugänglichkeit und höhere Innovation.

Der Programmierer Daniel Wallace hat mit seiner Klage die Rechtsgültigkeit der GPL noch bestätigt und unterstrichen. Dieses Urteil dürfte auch für die Verfahren von Interesse sein, die SCO gegen Firmen, die an Linux entwickeln, angestrengt hat. Denn die Klage von Wallace hat sich letzendlich als Farce herausgestellt, und SCO könnte es nicht anders ergehen.

Weitere Infos sowie das komplette Urteil findet ihr bei Groklaw.

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Kommentare
Re: US-Gericht bestätigt GPL
Harald Milz, Donnerstag, 23. März 2006 13:07:51
Ein/Ausklappen

Das stimmt so nicht. In dem Verfahren ging es nicht um die Rechtmäßigkeit der GPL, sondern die Klage lautete so, dass sie den freien Wettbewerb beeinträchtige. Wallace argumentierte, gegen kostenlose Software könne er als Programmierer nicht konkurrieren. Das wurde kassiert: Das Gericht verneinte, dass die GPL gegen den freien Wettbewerb geht. Um die Rechtmäßigkeit der GPL als solche ging es in dem Verfahren nicht.


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