Tragbare Videospielkonsole GameShell imitiert Geräte der 90er Jahre

Tragbare Videospielkonsole GameShell imitiert Geräte der 90er Jahre

Game-Boy-Klon mit Linux

Tim Schürmann
30.11.2017 Der chinesische Hardwarehersteller Clockwork sammelt derzeit auf Kickstarter Geld für die Produktion einer modularen tragbaren Videospielkonsole, die optisch dem Game Boy aus den 90er Jahren ähnelt. Im Innern steckt jedoch moderne Technik – und Linux.

Laut Beschreibung ist der GameShell die „weltweit erste modulare, portable Videospielkonsole mit einem eingebetteten GNU/Linux-Betriebssystem“. Dank entsprechender Emulatoren sollen sich auf der Konsole tausende klassische Spiele lassen. Dazu zählen unter anderem Spiele von den legendären Konsolen Atari, Game Boy, Game Boy Advanced, NES und SNES.

Darüber hinaus laufen auf der Konsole auch einige Open-Source-Spiele. Clockwork will nach eigenen Angaben Cave Story und Doom 1 vorinstallieren, weitere kostenlose Spiele sollen folgen. Besitzer des GameShell können zudem eigene Spiele entwickeln. Das Gerät unterstützt die Programmiersprachen C, Python, Lua und Lisp.

Die Konsole selbst besteht aus fünf Modulen, die sich auch unabhängig voneinander nutzen lassen. Die Basis bildet der bereits länger auf dem Markt befindliche Einplatinencomputer Clockword Pi. Er ist ähnlich wie ein Raspberry Pi aufgebaut. So besitzt er einen ARMv7-Prozessor mit vier Kernen und 512 MByte Hauptspeicher.

Die Knöpfe zur Steuerung der Konsole sitzen auf einem eigenen Modul. Dieses Keypad besitzt unter anderem einen 30-Pin-Anschluss, der Arduino kompatibel ist. Auf diese Weise lässt sich das Keypad auch zur Steuerung eines Arduino nutzen.

Als weitere Module kommen noch ein 2,7-Zoll großer Farbmonitor, Stereo-Lautsprecher und eine Batterie hinzu. Sämtliche Module landen schließlich in einem Gehäuse, die es in verschiedenen Farben gibt. Den Zusammenbau können Anwender selbst vornehmen.

Die ersten fertigen GameShells möchte Clockwork im April 2018 ausliefern. Um die Geräte produzieren zu können, sammelt der Hersteller auf Kickstarter Geld. Wer mindestens 108 US-Dollar zuzüglich Versand überweist, erhält einen GameShell. Die von Clockwork mindestens benötigten 50.000 US-Dollar sind dabei schon jetzt deutlich überschritten: Mittlerweile haben 2.086 Unterstützer 228.409 US-Dollar zugesagt.

Wer sich für GameShell interessiert, sollte im Hinterkopf behalten, dass die Zahlung über Kickstarter keine Vorbestellung darstellt. Es bleibt immer ein Risiko, dass die Geräte nicht wie versprochen ausgeliefert werden. Clockwork selbst ist in China ansässig.

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