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Test: Targus Wireless Pointer bei Plus

Hans-Georg Eßer
10.12.2007

Bei Plus [1] gibt es diese Woche ein Gerät namens "Targus Wireless Presenter" [2], das zum Einen ein klassischer Laserpointer ist, zum Anderen aber über eine Funkverbindung zum USB-Dongle als minimalistischer Maus- und Tastaturersatz dient: Das Gerät steuert so etwa ein Präsentationsprogramm.

Nach dem Einstöpseln des Wireless Presenters erkennt Linux zwei neue Geräte, eine Tastatur und eine Maus:

kernel: input: Itron Powerful Receiver as /class/input/input4
kernel: input: USB HID v1.00 Mouse [Itron Powerful Receiver] on usb-0000:00:1d.3-1
kernel: input: Itron Powerful Receiver as /class/input/input5
kernel: input: USB HID v1.00 Keyboard [Itron Powerful Receiver] on usb-0000:00:1d.3-1

Im Test unter OpenSuse 10.2 war der Presenter damit sofort einsatzbereit. Seine verschiedenen Knöpfe sind wie folgt belegt:

  • ganz oben, zwei Tasten: linke und rechte Maustaste

  • Mitte, große runde Taste: Mausbewegung mit acht Richtungen (hoch, runter, links, rechts sowie vier Diagonalen)

  • darunter, zwei Tasten: [Bild hoch], [Bild runter] (Tastencodes 99 und 105)

  • ganz unten, Taste Fn: [F5] (Tastencode 71). Bei zweimaliger Betätigung innerhalb von ca. zwei Sekunden schickt das Gerät beim zweiten Druck [Esc] (Tastencode 9).

Eine Taste an der Unterseite aktiviert den Laser-Pointer. Zudem gibt es noch einen Ein-/Ausschalter, der alle Funktionen des Geräts deaktiviert und damit die Batterien schont.

Eigentlich für PowerPoint

Die Hersteller haben in erster Linie an PowerPoint-Anwender gedacht, dort schaltet etwa [F5] in den Vollbild-Präsentationsmodus, und [Esc] wechselt zurück in die Programmansicht. Doch auch unter Linux sind diese Shortcuts nutzbar: OpenOffice Impress arbeitet mit den gleichen Tastenkommandos.

Wer seine Präsentation lieber im PDF-Format speichert, kann den Presenter ebenfalls einsetzen: Der Acrobat Reader kann zwar mit [F5] nichts anfangen, aber [Bild hoch] und [Bild runter] funktionieren auch hier gut, nachdem der PDF-Viewer mit [Strg-L] (auf der normalen Tastatur) in den Vollbildmodus geschaltet wurde. Gleiches gilt für xpdf, das man mit dem Befehl

xpdf -fullscreen Datei.pdf

im Vollbildmodus startet (dabei allerdings die Navigationselemente nicht ausblendet). KDEs kpdf ist da besser geeignet: [Strg-Umschalt-P] schaltet in einen echten Vollbildmodus. Danach geht's auch hier mit den Tasten [Bild hoch] und [Bild runter] des Wireless Presenters weiter.

Leider lassen sich die Tasten nicht neu belegen, ohne auch die Funktionen der entsprechenden Tasten auf der normalen Tastatur zu verändern. Das wäre nur möglich, wenn der Presenter Tastencodes von sonst unüblichen Funktionstasten senden würde -- dann ließe sich das Gerät aber ohne Treiberinstallation nicht nutzen.

Der Presenter kostet 19,99 Euro.

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