Terminalserver X2go 3.0 erschienen

Terminalserver X2go 3.0 erschienen

Einer für alle

Die neue Version mit dem Release-Namen Uthörn wurde hauptsächlich an Debian 5.0 angepasst. Druckaufträge komprimiert der neue Druckdienst vor dem Versand an den Client auf ca. 10% ihrer ursprünglichen Größe und mit Pulseaudio unterstützt der Terminalserver jetzt eine dritte Soundarchitektur.

X2go reanimiert das alte Großrechnerkonzept: Anwendungen laufen nicht mehr direkt auf den Computern der Benutzer, sondern auf einem zentralen Server („Server Based Computing“). Die angeschlossenen Client-Rechner dienen nur noch zur Dateneingabe und Anzeige des Desktops – wofür bereits ältere PCs oder günstige Thin-Clients vollkommen ausreichen.

Im Fall von X2go laufen auf dem Server komplette Linux-Desktopumgebungen. Das Fenster in diese Welt öffnet auf den angeschlossenen Arbeitsstationen ein spezieller X2go-Client. Er ist derzeit für zahlreiche Plattformen erhältlich, darunter Windows, MacOS X, das Nokia N800 und natürlich auch Linux.

Um so wenig Bandbreite wie möglich zu verschenken, komprimiert der X2go-Server alle Daten bevor sie zum Client wandern. Analog zu einer Virtualisierungssoftware, wie etwa VirtualBox, lassen sich einzelne Sitzungen einfrieren und später fortsetzen. Verschlüsselung und verschiedene Authentifizierungsmöglichkeiten sorgen für die notwendige Sicherheit. Zu Fernwartungs- oder Lehrzwecken lassen sich Sitzungen gemeinsam nutzen. Die Audio-Ausgabe leitet X2go über die Dienste Arts, ESD und jetzt auch erstmals Pulseaudio weiter.

Auf Wunsch wandert die Client-Software in den Hintergrund, so dass sich die gestarteten Programme fast wie lokale Anwendungen verhalten. Der X2go-Server arbeitet zudem auch mit weiteren Kollegen zusammen, die eingehenden Verbindungsanfragen verteilt dann der eingebaute Load Balancer.

Die zur Installation von X2go notwendigen Pakete liegen allesamt im projekteigenen Repository. Derzeit sind die Pakete für Debian Lenny optimiert, lassen sich aber auch unter Ubuntu 9.04 einspielen. Ergänzend wollen die Entwickler in Kürze eine virtuelle Maschine bereitstellen, über die man X2go unverbindlich ausprobieren kann.

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