Teilnehmer der Nagios-Konferenz in Bozen diskutierten über die Unterschiede ihrer Communities

Teilnehmer der Nagios-Konferenz in Bozen diskutierten über die Unterschiede ihrer Communities

Über Communities

Ulrich Bantle
21.05.2010
Bei der Podiumsdiskussion auf der von Würth-Phoenix organisierten Nagios-Konferenz in Bozen diskutierten die Teilnehmer mit Moderator Patrick Ohnewein vom Free Software Center Südtirol über die Unterschiede ihrer Communities.

Nagios-Gründer Ethan Galstad sieht sich nach rund einer Dekade Nagios in der bequemen Lage, eine Community hinter seiner Software zu haben, die fast 2000 Projekte pflegt. Galstad bezeichnete die Architektur als Kernstück: Wenn das Tool funktioniere, erzeuge das bei freier Software einen Schneeballeffekt bei der Community-Bildung, so seine Erfahrung. Dass er auf diesen Effekt bewusst hingesteuert hat, verneint er. In den Anfängen habe er seine ganze Kraft und Zeit in die Entwicklung gesteckt - die Community habe sich ohne großes Zutun etabliert und manage sich selbst.

Gegenteilige Erfahrungen bei gleicher Vorgehensweise machte der Ntop-Gründer Luca Deri. Er sagte, er sei anfangs nur auf sein Produkt fixiert gewesen - und gestand: "Das war ein Fehler." Eine Community, habe er bei anderen Projekten rund um Ntop erkannt, liefere wertvolle Hilfe, denn sie nehme dem Hauptentwickler Arbeit ab oder steuere neue Ideen bei. In welcher raffinierten Weise manche seine Software einsetzen und angepasst haben, habe ihn verblüfft, so der Entwickler: Er wäre selbst nie auf solche Ideen gekommen, die nun als Feature zum Gesamtprodukt beitragen.

Podiumsgäste von links: Patrick Ohnewein (TIS Innovation Park), Hubert Kofler (CEO von Würth Phoenix, Gastgeber der Konferenz), Luca Deri (Ntop), Paolo Marani (Savio-Gruppe), Reinhard Scheck (Cacti Group Europe), Jan Stephenson (Op5), Peter Östlin (Op5) Michael Medin (Nagios-Core), Ethan Galstad (Nagios).

Michael Medin bietet sich wieder ein anderes Bild. Der Core-Entwickler von Nagios ist mit der Betreuung des NSClient++ beschäftigt, einem Add-on zur Überwachung von Windows-Umgebungen. Die Community rund um das Projekt, so Medin, ticke anders als die in der Regel der Unix-Welt entstammende Nagios-Clientel. Michael Medin werde eher mit Fragen bombardiert als mit Vorschlägen: "Die Leute wollen schlicht den Port, helfen will keiner."

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