Tablet-PC mit openSUSE Leap sucht finanzielle Unterstützung

Tablet-PC mit openSUSE Leap sucht finanzielle Unterstützung

Tablet mit openSUSE Leap angekündigt

Tim Schürmann
22.11.2016 Der Hardware-Hersteller MJ Technology hat ein Tablet angekündigt, das mit openSUSE Leap läuft. Insgesamt stehen vier verschiedene Modelle bereit, die jedes einen 10,1-Zoll-Bildschirm besitzen. Gesichert ist die Produktion allerdings noch nicht.

Um eine erste Charge produzieren zu können, sammelt MJ Technology auf Indiegogo Geld. Insgesamt 100.000 US-Dollar benötigt der Hardware-Hersteller, um die „Warrior“ getauften Tablets produzieren zu können.

Die Tablets booten wahlweise Windows 10 oder openSUSE Leap mit Gnome-Desktop. Nutzer können jedoch auch Tumbleweed oder ein anderes System installieren. Auch die Desktop-Umgebung lässt sich austauschen. Die Software für die Hardware-Unterstützung des Tablets stellt der Open Build Service bereit.

Die Tablets selbst besitzen je nach Modell einen Intel Atom x7-Z8750 der x5-Z8350 Prozessor. Das schwächste Modell namens Tanto bietet 2 GByte Hauptspeicher und 64 GByte internen Flash-Speicher. Das leistungsfähigste Modell Katana bietet 4 GByte Hauptspeicher und 128 GByte eingebauten Flash-Speicher.

Bei einem Erfolg der Warrior-Tablets will MJ Technology weitere Tablets mit anderen Linux-Distributionen auf den Markt bringen.

Wer auf Indiegogo mindestens 200 Dollar plus Versandkosten spendet, erhält ein Tablet in der einfachsten Ausführung. Die anderen drei Modelle erfordern jeweils höhere Beträge. Die Aktion läuft noch rund einen Monat.

Wie bei jeder Crowdfunding-Aktion handelt es sich nicht um eine Vorbestellung, sondern um eine Vorfinanzierung. Es garantiert niemand, dass man am Ende auch die Tablets tatsächlich erhält. Dies mussten zuletzt die Käufer des Jolla-Tablet erfahren. Die Warrior-Tablets haben immerhin die Unterstützung des openSUSE-Projekts.

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