Wie das TOR-Projekt (The Onion Router) heute in seinem Blog verkündet, hat es sämtliche von Coverity im Code des Projekts gefundenen Fehler beseitigt - die Anzahl der Bugs liegt also bei 0. Nach einem Scan verschiedener Entwicklungs-Schnappschüsse fanden die Coverity-Betreiber im September noch 171 Fehler, die nun sukzessive von den Entwicklern gefixt wurden.
Das TOR-Projekt anonymsiert bereits seit einigen Jahren erfolgreich die Kommunikation im Internet, indem es Traffic nach dem Zwiebelprinzip ver- und entschlüsselt und über ein Netzwerk von Proxy-Servern routet. Sicherheit ist in diesem Bereich mitunter lebenswichtig, wenn etwa Blogger Informationen an der Zensur ihrer Länder vorbeischmuggeln.
Coverity ist ein Unternehmen, das sich auf das Aufspüren und Fixen von Bugs spezialisiert hat und das die Fehlersuche mit Hilfe ausgefeilter Software betreibt. Für Firmen ist diese Dienstleistung nicht billig, einige Open-Source-Projekte stellte das Unternehmen bisher aber auch gratis oder im Auftrag von Behörden auf den Prüfstand, was diese meist sehr begrüßten.
Detaillierte Informationen über geprüfte Open-Source-Projekte gibt es hier. Allerdings fehlt ein Hinweis auf TORs Ergebnisse, was laut Blogbetreiber aber daran liegt, dass Coverity die eigene Webseite selten aktualisiert.
Wer TOR einmal ausprobieren will, findet hier den Quellcode der Software. Allerdings bringen die meisten Distributionen TOR-Pakete mit. Zur Sicherheit sollten Anwender beim Browsen Java und JavaScript deaktivieren und TOR mit dem Web Proxy Privoxy kombinieren.



