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Zu früh

Systemd zieht höchstens in Fedora 15 ein

16.09.2010
Das Fedora-Projekt wird Systemd nicht zum Standard-Init-System für die kommende Version 14 der Linux-Distribution machen. Dieser Schritt ist auf Fedora 15 verschoben.

Das berichtet Kevin Fenzi, derzeit Vorsitzender des Fedora Engineering Steering Committee (FESCo). In dessen Münster Sitzung stand das Init-System auf der Tagesordnung, zudem hat es spezielle Testtage des System gegeben (wir berichteten).

Gegen den raschen Umstieg auf Systemd spricht laut Fenzi unter anderem die unfertige Dokumentation. Vor allem gibt es keine Anleitung zur Konfiguration des Systemstarts, und Fedoras Konfigurationstool Chkconfig ist noch nicht vollständig für Systemd angepasst. Daneben gibt es noch keine geeigneten Richtlinien für Packager, welche Dateien sie in ihren Softwarepaketen für welches Init-System mitliefern sollen.

Alles in allem wollten die Komitee-Mitglieder bei einer so wichtigen Systemkomponente keine übereilten Schritte machen, lässt Fenzi wissen, und unterstreicht, dass es sich bei Systemd um hervorragende Software handelt. Der Vorsitzende entschuldigt sich außerdem in seinem Blogeintrag für einige Schwächen des Entscheidungsprozesses, unter anderem die verhältnismäßig später Behandlung im FESCo. Daneben lobt er explizit den Systemd-Autor Lennart Poettering für seine raschen Bugfixes, die Fedora-Qualitätssicherung sowie Bill Nottingham für seine Arbeit rund um die Init-Systeme.

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