Als Major-Release bezeichnet das SystemRescueCd-Projekt die Version 1.2.0 ihrer Distribution in der Ankündigung. Sie bringe eine neue Kernel-Version mit, eine neue Desktop-Umgebung sowie Updates für wichtige Pakete. Wie der Name schon andeutet, kommt die SystemRescueCd vor allem bei der Systemrettung zum Einsatz. Wer die Software verwenden will, findet Versionen für 32-Bit-Rechner, PowerPC und Sparc im Download-Bereich auf der Projektwebseite.
Als Desktop setzt die Rettungsdistribution nun auf Xfce, integriert aber aus Platzgründen nicht sämtliche Komponenten des Desktop. Im Hintergrund verrrichtet der Xorg-Server in Version 1.5.3 seinen Dienst, der einen verbesserten Hardware-Support und neue Treiber mitbringt. Mehr Treiber bringt auch der eingesetzte Kernel 2.6.29 mit, der neuerdings das noch experimentelle Dateisystem Btrfs unterstützt. Als Partitionierungssoftware hat die Distribution Gparted in Version 0.4.5 an Bord, mit verbessertem Support für Dmraid und Crypt-Luks.
Sämtliche Linux-Dateiesysteme lassen sich zudem über die mitgelieferte Software FSArchiver klonen, Ext 4 und Btrfs zählen auch dazu. Sogar NTFS-Partitionen kopiert das Tool. Beim Wiederherstellen nutzt die Software zudem auch Dateisysteme, die kleiner sind als das Originalsystem. Zu den weiteren Features zählen der Multithreading-Support, die Kompression via Lzma und das Bilden von Checksummen, um die Unversehrtheit von Dateien zu gewährleisten. Nicht zuletzt verschlüsselt FSArchiver Archive auch. Die Entwickler raten jedoch dazu, die Software nicht für kritische Daten einzusetzen, da sie noch nicht als stabil gilt.



