Fehlersuche im großen Stil

Symphony-Team findet über 50 Speicherlecks in OpenOffice 3.1

Symphony-Team findet über 50 Speicherlecks in OpenOffice 3.1

Marcel Hilzinger
01.09.2010 Das Lotus Symphony-Team arbeitet zurzeit mit viel Manpower an der Umstellung von OpenOffice 1.1 auf 3.1. Dabei haben die Entwickler zahlreiche Bugs gefunden und korrigiert.

In seinem Vortrag zum Thema Memory Leaks in Symphony 3 zeigte der für IBM arbeitende chinesische Entwickler JianFang Zhang heute in Budapest, wie man Speicherlecks findet, behebt und in Zukunft vermeidet. Dabei wies der Entwickler zunächst auf das Problem hin, dass es relativ wenige Tools gibt, um überhaupt den Speicherverbrauch von OpenOffice zuverläßig zu messen. Zudem gebe es gewisse Tools (Valgrind, UMDH) entweder nur für Linux/Mac oder nur für Windows, was das Debugging ebenfalls erschwere.

Dennoch gelang es dem chinesischen Symphony-Team von IBM bei der Umstellung von OpenOffice 1.1. auf OpenOffice 3.1 sehr viele Speicherlecks zu ermitteln. Die 20 wichtigsten davon hat das Team beim OpenOffice-Projekt bereits als Bug gemeldet und passende Patches bereitgestellt, weitere Bugreports sollen folgen.

Im zweiten Teil seines Vortrags zeigte JianFang Zhang konkrete Methoden, um Speicherlecks in OpenOffice zu finden. Die meisten Leaks wurden automatisiert durch das Microsoft-Tool User Mode Dump Heap und Rational Purify von IBM selbst (alle Platformen) gefunden. Dabei handelte es sich in der Regel um zyklische Referenzen in UNO (rund 40 Prozent) oder schlichte Programmierfehler, die vergassen, den Speicher wieder freizugeben (über 30 Prozent). Eine Schwierigkeit beim Messen stellte der Cache dar. JianFang Zhang empfiehlt deshalb den Testwilligen, zunächst die diversen Chaches für Fonts, Bitmaps etc so gut wir möglich zu füllen und erst danach mit den Speichertests zu beginnen. Einfache Tests lassen sich aber auch mit dem Taskmanager durchführen, sofern man über eine längere Zeit misst.

Durch die Arbeiten an Symphony 3 gelang es dem IBM-Team den Speicherverbrauch von Writer, Draw und Presenter beim mehrfachen Öffnen und Speichern von vier Testdokumenten von teilweise über 600 MByte auf unter 200 MByte zu bringen. Wer sich selbst vom Speicherverbrauch von Lotus Symphony ein Bild machen möchte, lädt dazu am besten die aktuelle Beta 4 von Symphony 3 herunter. Das Release der finalen Version von Symphony 3 ist für den Oktober 2010 geplant.

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Kommentare
Schön, aber buggy und laaaahm!
Bartosz Makara, Mittwoch, 01. September 2010 19:41:02
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Ich mag ja die GUI von Symphony gerne, weil sie übersichtlich und einfach zu bedienen ist. Aber das Ding scheint mir für eine Beta 4, die wohl auch die letzte Beta sein soll, doch noch ein wenig buggy. Außerdem braucht es eine Ewigkeit zum Starten und dann nochmal eine Weile, ehe man mit dem Schreiben eines Textes anfangen kann, nach dem klick auf das Textverarbeitungsmodul.

Ich hoffe da bessert IBM noch nach, dann wäre das eine wirklich sehr schöne Office-Suite für den Pinguin.


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Re: Schön, aber buggy und laaaahm!
Bartosz Makara, Mittwoch, 01. September 2010 20:09:35
Ein/Ausklappen

Mhmm… ach ja, noch etwas – hehe. Das basiert ja auf OO 3.1. Also OpenType-Schriften adé. Schadé. :(


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