Suse-Gründer nimmt den Hut

Suse-Gründer nimmt den Hut

Max Jonas Werner
09.11.2005

Hubert Mantel verlässt Novell. Der Suse-Gründer, der die Firma 1992 zusammen mit Roland Dyroff, Burchard Steinbild und Thomas Fehr ins Leben rief, ist einer von mehreren Managern, die Novell in den letzten Monaten verließen, darunter auch der ehemalige Suse-Chef und zeitweilige Novell-EMEA-Boss Richard Seibt.

Mantel betreute bislang die Kernel-Pakete der Suse-Distribution. Novell macht wie üblich keine Angaben zum Weggang seines Mitarbeiters. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass er nicht mit dem Kurs einverstanden ist, den Novell seit der Übernahme von Suse vor zwei Jahren fährt. Erst kürzlich hat das Unternehmen angekündigt, auf seinen Desktop-Produkten standardmäßig Gnome einzusetzen, KDE sei nur noch eine Alternative.

Mit Gründung der Gesellschaft für Software und Systementwicklung mbH (Suse) läuteten Dyroff, Steinbild, Fehr und Mantel eine beispiellose Erfolgsgeschichte im deutschen Linux-Markt ein. Die erste Suse-Linux-Version erschien 1996 mit der Versionsnummer 4.2. Trotz Ambitionen, auch international erfolgreich zu agieren, war Deutschland für Suse immer der wichtigste Markt. Lange Zeit war die Distribution hier von keinem Linux-Rechner wegzudenken. Mittlerweile setzen andere Anfänger-freundliche Distributionen an, Suse von ihrem Sockel zu verdrängen.

Kommentare
Re: Suse-Gründer nimmt den Hut
Benjamin Quest, Donnerstag, 10. November 2005 15:00:19
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So wie es sich anzubahnen scheint, wird die Grafik oben im Artikel der Stuation unangenehm gerecht: ein rot zusammengestrichenes SuSE Logo.

OK reiben wir mal unsere Glaskugel: SLES (zurzeit billig ohne Support auf Heft CD's zu haben) weicht dem Novell Linux Desktop. SuSE Consumer-Markt Box, fraglich fraglich, ich denke ich stampfe sie ein, bringt eh nicht die dicke Kohle, für meine Geld-Kuh brauche ich aber noch die breite Community der openSuSE, drum lassen wir da mal ein paar Leute dran weiterarbeiten. Hm KDE oder GNOME, ich kürze beides mal ein wenig, gebe aber beim NLD GNOME den Vorzug, so macht es RedHat, dessen Geschäftsprinzipien ich gerade kopieren will ja auch. Daß sie einen anderen Background haben ist ja nicht so wichtig ...

Hm, hat mal jemand eine Übersicht wer in welchen Positionen bei SuSE jetzt gegangen ist, gegangen wird bzw. bereits gegangen wurde?
b.


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Re: Suse-Gründer nimmt den Hut
Volker Grabbe, Donnerstag, 10. November 2005 21:19:34
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> SLES (zurzeit billig ohne Support auf Heft CD's zu haben)

Kannst du mir sagen auf welchen? Ich würde ihn gerne mal austesten.

Krockett


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Re: Suse-Gründer nimmt den Hut
Benjamin Quest, Freitag, 11. November 2005 08:45:18
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Ich glaube es ist Linux-Enterprise. Zur Zeit mit sehr grünem Cover. Eventuell ist es aber auch ein Sonderheft. Ich schaue heute nochmal nach.

Gruß, Benjamin


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Re: Suse-Gründer nimmt den Hut
Benjamin Quest, Freitag, 11. November 2005 12:28:31
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Zeitschrift heißt 'Linux Professionell' Ausgabe (4/2005) with SLES 9.0 SP1 auf DVD mit 30 Tagen Update nach Registrierung. Allerdings hätte ich Dir besser die ISBN nummer rausgeschrieben, jetzt nachdem ich damit eine Google Suche gemacht habe ... ne sieh an [1], gegen Preisgabe deiner Daten (im gesetzl. Rahmen) kannst Du auch eine Probeheft bekommen.

Gruß, Benjamin

[1] http://www.testticker.de/lp/pm.aspx?Heft=LPRO_0305



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Re: Suse-Gründer nimmt den Hut
xxx yyy, Donnerstag, 10. November 2005 10:53:05
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Für SuSE Linux wäre es fatal, wenn Novell das Desktop Linux Geschäft nicht als
Kernbereich verstehen würde.
Die Kenntnis der Desktop Distribution Vieler Anwender führt erst zur
Verbreitung auch kommerziell genutzter Linux Installationen.
Dabei sollte man sich auch nicht auf Gnome/KDE festlegen, sondern die Auswahl
den Anwendern überlassen.
Im Desktop Bereich ist es auch nicht akzeptabel, wenn die Multimedia
Unterstützung kastriert wird. Wenn es Lizenzprobleme gibt, soll man einfach ein
kostenpflichtiges Multimedia Pack zum Download anbieten.

Glücklicherweise ist Linux nicht auf EINE Firma angewiesen.
Mit einer solchen Konstellation habe ich schon einmal im Bereich Transputer
schlechte Erfahrungen machen müssen.
Nachdem SGS Tompson INMOS übernommen hatte, war es schnell aus mit Transputer
und OCCAM.


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Re: Suse-Gründer nimmt den Hut
xxx yyy, Donnerstag, 10. November 2005 11:03:28
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Entschuldigt den Vertipper,
muss SGS Thompson heissen.

[1] http://www.chipseeker.com/s...s-thompson-semiconductors.html



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Re: Suse-Gründer nimmt den Hut
Tobias Hunger, Donnerstag, 10. November 2005 08:57:40
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... aber doch wohl keinen roten, oder?




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Re: Suse-Gründer nimmt den Hut
Tillit , Donnerstag, 10. November 2005 01:24:51
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Zitat: Die erste Suse-Linux-Version erschien 1996 mit der Versionsnummer 4.2.

Dann habe ich hier eine Fälschung zur Hand :D ?

Linux 11/94 S.u.S.E vom November 1994
Doppel CD und 200 Seiten Handbuch

Inhalt:

Linux Kernel 1.0.9, "Hacker" - K. bis 1.1.62
XFree86 3.1 (X11R6) und XFree86 2.1.1 (X11R5)
GNU C/C++ Compiler 2.5.8 und 2.2.5
Siscad-P (CAD), XV 3.01 als Bildbearbeitung
Xfig (vector Zeichenprog.)
usw.

sogar ein DOS Emulator ist dabei: 0.53 pl 30

Als grafische Oberfläche gab es:

fvwm, ctwm, olvwm...

Das System basierte auf Slackware 2.1 "der weltweit meistinstallierten Distribution"

und:

"have a lot of fun"

Distributor:

S.u.S.E GmbH, Fürth (Nov. 1994)




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Re: Suse-Gründer nimmt den Hut
Max Jonas Werner, Donnerstag, 10. November 2005 09:21:29
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Hallo Tillit,

du hast Recht, es gab natürlich vor der 4.2 schon Suse-Linux-Software. Allerdings waren das eher aufgebohrte Slackwares. 4.2 war die erste eigenständige Suse-Version. Kommt im Text wohl nicht ganz raus. :)

Gruß,
Max


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