Sun lockert Java-Lizenz

Sun lockert Java-Lizenz

Bei der Hausmesse Javaone 2006 hat Sun Microsystems den Distributoren von GNU/Linux- und OpenSolaris-Systemen eine gewisse Erleichterung verschafft, was die Integration der Java-Plattform betrifft. Die Java Standard Edition 5 darf unter einer neuen Lizenz mit dem Namen Operating System Distributors License for Java (kurz “Distro License for Java” oder noch kürzer DLJ) verbreitet werden.

Den großen Wurf, Java ganz frei anzubieten, hat Sun damit zwar nicht gemacht. Die Lizenz ermöglicht es Distributoren aber, mit Java SE 5.0 das Java Development Kit (JDK) und die Java Runtime Environment (JRE) als installierbare Pakete für ihre Betriebssysteme mitzuliefern. Sun hat zum Zweck der Information für Distributoren und Community-Mitglieder eine neue Webseite eingerichtet [1].

In der Mitteilung zur neuen Lizenzform zitiert Sun Branchengrößen, die sich von der DLJ angetan zeigen. Ubuntu-Förderer Mark Shuttleworth findet es gut, dass Sun sich um GNU/Linux und Open Source kümmert und mit der neuen Lizenz eine der größten Hürden für Einsatz und Verbreitung von Java in freien Betriebssystemen ausräumt. In die gleiche Kerbe schlägt Debian Project Leader Anthony Towns, der Suns Engagement lobt und die durch die neue Lizenz erreichte Kompatibilität von Java zu GNU/Linux-Distributionen begrüßt. Bei Ubuntu ist im Multiverse-Repository von Dapper Drake breits ein installierbares Paket der Java Standard Edition 5 zum Download im Angebot.

[1] https://jdk-distros.dev.java.net/

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