Home / Nachrichten / Sun-Entwickler zu angeblichen Sicherheitsproblemen in OOo

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Wie sicher ist OpenOffice?

Sun-Entwickler zu angeblichen Sicherheitsproblemen in OOo

13.05.2009 In einem aktuellen Blogeintrag nimmt Sun-Entwickler Malte Timmermann Stellung zu einem Security-Gutachten der französischen Hochschule ESIEA. Thema war die Verwundbarkeit von Open Office, beispielsweise durch Makros in Dokumenten.

Im Rahmen der Black-Hat-Konferenz im April in Amsterdam hatten die ESIEA-Mitarbeiter Eric Filiol und Jean-Paul Fizaine auf rund 70 Seiten (PDF) Sicherheitslücken in Open Office 3.x beschrieben. Als Anlass nennen die Autoren die Open-Office-Neuauflage im Oktober 2008 sowie die Zunahme an Schadprogrammen für Büroanwendungen. Wegen der zunehmenden Verbreitung freier Software sei anzunehmen, dass auch hier Makro-Viren eine größere Rolle spielen könnten. Als Bedrohungsszenario für ihre Untersuchung gingen sie von einem Python-Virus aus.

Der Sun-Mitarbeiter und Open-Office-Entwickler Timmermann adressiert die Kritikpunkte systematisch in einem langen Blogeintrag, ebenso wie das Ursprungsdokument in sechs Kapitel gegliedert. Kapitel zwei beispielsweise beschäftigt sich speziell mit den Sicherheitseigenschaften des offenen Dokumentstandard ODF. In ihrem Papier weisen die Franzosen darauf hin, dass die ODF-Dateien Zip-Container nutzen. Timmermann schreibt: „Es gibt viele Hinweise, wie man beweisen kann, dass ODF-Dateien Zip-Container nutzen - keiner hat je gesagt, dass das nicht so sei.“ Den Sun-Entwickler stören die Zwischentöne: „Im Kontext von diesem Papier hört sich das so an also ob dies ein Tool werden könnte, mit dem man bösartige Dinge anstellen kann - ODF-Dokumente manipulieren, zum Beispiel. Tatsächlich ist der ganze Sinn und Zweck eines offenen Standards, dass verschiedene Tools ihn nutzen können.“

In einem anderen Punkt teilt Timmermann die Einschätzung der Security-Experten: Die Gefährlichkeit von Makros. „Klar: Der Sinn von Makros ist, dass Makro-Autoren mächtige Aktionen ausführen können. Gute Aktionen ebenso wie bösartige Aktionen. Und es spielt keine Rolle, welches Tool ich nutze, um sie zu schreiben.“

Er rät deshalb insgesamt zur Vorsicht: „Die Leute sollten nie Makros laufen lassen, wenn sie nicht sicher sind, dass sie ihnen trauen können.“ In seiner Replik stimmt der Entwickler ansonsten selten mit der Kritik überein, stattdessen widerlegt er zahlreiche Argumente und verweist auf Eigenheiten des ODF-Formats sowie bereits vollzogene Verbesserungen an Open Office. Einige der Mängelpunke aus dem ESIEA-Papiers hatte der Entwickler bereits im August 2006 kommentiert, so beispielsweise die vermeintlichen GUI-Manipulationen und Malware in Signaturen.

Insgesamt ist der Sun-Mitarbeiter der Meinung, dass Open-Office sicherheitstechnisch besser da steht als in dem Dokument dargestellt, und er schreibt „(...) mit OOo 3.2 sollten noch einige weitere Verbesserungen kommen.“ Den Vorschlag der Franzosen zu einer eigenen Security-Version, „Trusted OOo“, beurteilt er skeptisch: „Die Idee (...) ist interessant, würde aber bedeuten, das man eine Insellösung schafft. Diese spezielle Version würde jedes Mal warnen, wenn man ein Dokument lädt, das mit Standard-OOo oder einer anderen ODF-Applikation geschrieben/verändert wurde.“ Den Vorschlag, bestimmte Codeteile von OOo aus Sicherheitsgründen zu schließen, beantwortet er abschlägig: „Neben der Tatsache, dass dies keine Option ist, würde proprietäre Software Angriffe zwar schwieriger machen, aber nicht unmöglich.“

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share

Kommentare
Digitale Dokumentations Forensik
Christian Berg, Samstag, 16. Mai 2009 20:41:26
Ein/Ausklappen

Man lasse sich bitte folgendes Zitat auf der Zunge zergehen:

„Es gibt viele Hinweise, wie man beweisen kann, dass ODF-Dateien Zip-Container nutzen"

Einer der Schlüssigsten Hinweise ist wohl die Dokumentation des ODF Standards. Dort steht extra drinnen das ODF Dokumente aus einer, oder mehreren XML Dateien bestehen können, die zu einen komprimierten Archiv zusammen gefügt werden. Dafür wir eine Abwandlung von Suns JAR Format verwendet. JAR Dateien sind einfach ZIP Dateien die strengeren Normen unterschrieben sind.

Zip Dateien sind so allgegenwärtig das jedes bekannte Sicherheitsleck, in dem Datenformat mittlerweile behoben ist. XML Dateien in JAR Containern sind als Dateiformat damit sicher besser als irgendwelche Eingenkonstruktionen.

So das weis ich jetzt als normaler Office User, der nicht mal Makros schreibt. So kommt irgendwie kein Vertrauen für diese Sicherheitsexperten auf.


Bewertung: 181 Punkte bei 11 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

872 Hits
Wertung: 100 Punkte (6 Stimmen)

Schlecht Gut

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...