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Subversion 1.2.0 erschienen

Patrick Plattes
23.05.2005

Die CVS Alternative Subversion[0] ist in einer neuen Version erschienen. Im Gegensatz zu den verschiedenen 1.1.x oder 1.0.x Veröffentlichungen, sind wie beim Sprung von 1.0 auf 1.1 neue Merkmale hinzugekommen. Nach der Veröffentlichung von 4 Release Kandidaten ist nun die finale Version erhältlich, die äquivalent zu RC4 ist. Vor einer Veröffentlichung einer neuen Programmversion werden Release Kandidaten benutzt um viele Personen als Tester zu gewinnen und somit ein stabiles und gut getestetes Produkt ausliefern zu können.

Das meist gefragte neue Merkmal ist das „Locking“, das Sperren von Dateien. Dies dürfte der Hauptgrund für viele Entwickler sein umzusteigen. Es ist eine von CVS, RCS oder SCCS bekannte Fähigkeit und wird angewendet, wenn man Änderungen an Dateien verhindern möchte. Eine Parallelisierung der Arbeit kann so verhindert werden.

Eine weitere neue Fähigkeit von Subversion ist die vollständige, automatische Versionsführung über DAV. Es ist möglich jedem WebDAV fähigen Gerät einen Zugang zu erlauben. Durch die einfache Einbindung in die Verzeichnisstruktur moderner Betriebssysteme ist es auch technisch weniger interessieren möglich eine Versionsverwaltung zu nutzen.

Das neue Delta-Verfahren, welches für die Speicherung von Änderungen in Binärdateien notwendig ist, hat erhebliche Geschwindigkeitsvorteile. Gegensatz zum früheren „VDelta“ Verfahren benötigt „XDelta“ ca. 10% bis 15% mehr Speicherplatz. In alte Repositories wird nach der Installation der neuen Version mittels „XDelta“ geschrieben.

Erstellt man ein neues Repository wird standardmäßig das FSFS Format benutzt, das schon in 1.1 eingeführt wurde. Das BerkleyDB Format wird weiterhin unterstützt und wird in absehbarer Zukunft nicht eingestellt. Beide Formate haben ihre eigenen Vor- und Nachteile[3].

Ein gleichzeitiges Updaten der Server und Clients ist nicht nötig, ebenso wenig muss das auf dem Server befindliche Repository neu aufgebaut werden. Es empfiehlt sich jedoch, wenn man „XDelta“ im ganzen Repository anwenden möchte. Dem Aufrüsten auf die neue Version steht somit nichts im Wege. Binärpakete stehen z.Z. nicht zur Verfügung, da sie nicht vom Subversion Team bereitgestellt werden. Das Kompilieren gestaltet sich unproblematisch, jedoch sind einige Abhängigkeiten vorhanden. Subversion funktioniert unter allen Unix-Ähnlichen Betriebssystemen und Windows. Fertige Binärpakete[4] gab es bislang für Linux, BSD-Lite, Solaris, Windows, OS/400. Es kann davon ausgegangen werden, dass für diese Plattformen in Kürze aktualisierte Pakete zur Verfügung stehen[5].

Das Subversion Team stellt Releasenotes [1] für die 1.2er Serie bereit, ebenso wie ein Changelog[2]. Außerdem ist ein freies Buch für Ein- und Umsteiger, sowie fortgeschrittene Benutzer erhältlich[5]. Die neuen Fähigkeiten sind noch nicht im Buch dokumentiert, dass soll in den nächsten Wochen nachgeholt werden.

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