Stiftung will Daten aus sozialen Netzwerken auf den Heimserver holen

Stiftung will Daten aus sozialen Netzwerken auf den Heimserver holen

Freedom Box Foundation

Die neu gegründete Freedom Box Foundation unter Leitung des Juristen Eben Moglen will mit ihrem Kompaktserver zum Schutz der Privatsphäre im Internet beitragen.

Eben Moglen, Juraprofessor und Gründer des Software Freedom Law Center, sieht sich mit der neu gegründete Freedom-Box-Stiftung die verschiedenen Zweige der Box-Entwicklung kanalisieren. Ziel ist es, einen Heim-Server mit freier Software zu entwickeln, den Heimanwender für sichere Kommunikation über soziale Netzwerke, Mail und als sicheren Zugang zum Internet nutzen können.

Die Server-Software ist so abgespeckt, dass sie in so genannte “Plug-Geräte” passt, kostengünstige Kleincomputer, die nicht größer sind als die Ladegeräte von Notebooks. Moglen sieht darin eine Möglichkeit, sich bei der Nutzung sozialer Netzwerke und sonstiger digitaler Kommunikation, aber auch angesichts des dem Überwachungsdrangs von Regierungen und der Datensammelwut von Firmen Privatspäre und Datenschutz zu wahren. Zudem sei die Freedombox durch ihre Verschlüsselungs- und Schutzmechanismen auch geeignet, sich die Kommunikationsmöglichkeiten in totalitären Staaten zu erhalten.

Zu den Features und Anwendungen zählen Alternativen zu den zentralisierten sozialen Netzwerken Facebook und Twitter, Verschlüsselung von Kommunikation und Dateien. Teilweise ist dazu auch auf der Gegenseite eine Freedom Box erforderlich, etwa für verschlüsselte Gespräche. Moglen möchte mit den Boxen eine Art dezentrales Internet aufbauen. Zum Erscheinungstermin sagt er: “Den haben wir noch nicht. Aber überall um uns herum kann man sehen, dass es besser bald sein sollte.” Moglen hat es mit seinem Plan auch in die New York Times (Decentralizing the Internet So Big Brother Can’t Find You) geschafft.

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