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Spotify wechselt von Debian zu Ubuntu

Spotify wechselt von Debian zu Ubuntu

Tim Schürmann
16.07.2014 Der beliebte Musikstreaming-Dienst Spotify stellt seine Server von Debian auf Ubuntu um. Grund seien die besser vorhersagbaren Release-Zyklen und der vorhandene Long Term Support. Der Debian-Entwickler Raphaël Hertzog möchte deshalb die LTS-Initiative für Debian schneller vorantreiben.

Die Nachricht über den Wechsel tauchte bereits vor einigen Tagen auf der Debian-Mailingliste auf. Silvia Frank hatte in einem anderen Zusammenhang bei Spotify angefragt. Antwort erhielt sie von Noa Resare, Open Source Affiliate bei Spotify. In seiner E-Mail teilte er mit, dass Spotify schon länger eine Umstellung von Debian auf Ubuntu geplant habe. Mit dem Erscheinen von Ubuntu 14.04 LTS hätte die Migration von etwa 5.000 Servern begonnen. Die entsprechende Entscheidung sei bereits vor den Ankündigung des Debian-Projekts gefallen, ebenfalls einen Long Term Support anzubieten.

Der Debian-Entwickler Raphaël Hertzog sieht den Wechsel von Spotify als Alarmsignal. Aus einem ähnlichen Grund sei auch bereits vor einem Jahr Dreamhost von Debian auf Ubuntu umgestiegen. Spotify sei jetzt der Beweis, dass Debian unbedingt eine LTS-Version anbieten müsse. Nur so könne die Distribution für große Deployments interessant bleiben. Allerdings sei die Aufgabe auch entmutigend und es sei schwierig Freiwillige für die Wartungsarbeiten zu finden. In seinem Blog-Beitrag fordert er daher, dass sich mehr Unternehmen an Kosten für eine Debian LTS-Version beteiligen sollten. Eine Handvoll Unternehmen hätten ihre Unterstützung bereits zugesagt. Dies würde aber bei Weitem noch nicht ausreichen, um entsprechende Entwickler zu bezahlen. Er ruft daher alle Leser auf, in ihren eigenen Firmen für das LTS-Projekt zu werben. Die LTS-Initiative richtet derzeit Raphaël Hertzogs Firma Freexian aus, die auch die Gelder einsammelt.

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