Songbird in Version 1.1

Toehead 2001, Wikipedia.de
Toehead 2001, Wikipedia.de

Sing, Du Vogel!

Kristian Kißling
17.03.2009 Die freie Software Songbird gibt es nun in Version 1.1. Sie bringt neben einer besseren Normalisierung eine Überwachungsfunktion für Verzeichnisse mit sowie einen optimierten Cover-Download.

Über eine Million Nutzer haben nach Angaben des Projekts den Musikabspieler Songbird heruntergeladen. Aus dem Feedback der Nutzer sind einige Veränderungen, Bugfixes und neue Features in die neue Version 1.1 eingeflossen, die es bereits seit der letzten Woche gibt. Per Mausklick kann der Benutzer den Singvogel nun anweisen, das Album-Cover zu einem bestimmten Song aus dem Netz zu fischen. Die bevorzugte Quelle für diese Fischzüge lässt sich ebenfalls angeben, etwa Last.fm oder Amazon.

Auf Anweisung des Benutzers überwacht Songbird 1.1 bestimmte Verzeichnisse, die Musik einlagern und aktualisiert die Liste, wenn neue Titel hinzu kommen. Folgerichtig verschwinden gelöschte Titel auch automatisch. Der Sortieralgorithmus funktioniert nun besser und erkennt auch vorangestellte bestimmte und unbestimmte Artikel. Damit der Singvogel das Trommelfell des Benutzers nicht überstrapaziert, lassen sich Titel nun normalisieren, wenn die Metadaten Informationen zur Lautstärke enthalten. Das funktioniert auch für iTunes-Titel.

Insgesamt soll Songbird 1.1 stabiler laufen, deutlich weniger Speicher und CPU-Ressourcen konsumieren und seltener abstürzen. Bei großen Musiksammlungen benötigt der Player demnach 40 Prozent weniger RAM und das Abspielen verbraucht nur noch die Hälfte der CPU-Ressourcen. Sehr praktisch: Entwickler können den Singvogel nun über eine URL aufscheuchen, damit dieser zum Beispiel einen Last.fm-Stream abspielt. Einige Verbesserungen kündigen die Entwickler des Singvogels nur für Windows an: Die Playback-Performance wurde verbessert, so dass Songbird stille Stellen erkennt und für einen lückenlosen Abspielprozess sorgt. Zudem erkennt die Windows-Version MTP-Geräte besser und kann DRM-behaftete Inhalte synchronisieren.

Wie andere Open-Source-Projekte auch wollen die Songbird-Macher Geld verdienen. Ihr Geschäftsmodell ist der virtuelle Musikladen "7digital". Dort lassen sich MP3s in hoher Qualität (bis 320 Kbps) einkaufen. Die Empfehlungen für die Musikverkäufe basieren dabei auf den zuletzt gespielten Tracks des Benutzers, ein bestimmter Anteil des Verkaufserlöses fließt zurück in die Entwicklung von Songbird. Bisher ist allerdings nur der britische Laden voll einsatzfähig, den amerikanischen und inseleuropäischen Läden fehlen noch ein paar Titel in der Backlist.

Wer die Bugfix-Version 1.1.1 herunterladen will, folgt am besten diesem Download-Link [TAR.GZ inside].

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