Nach einer ziemlich langen Alpha-Phase erscheint Songbird, der Multimedia-Player des Mozilla-Projekts, nun erstmals in einer Beta-Version. Songbird 0.7.0 bringt zahlreiche Veränderungen mit. So durchsucht der Singvogel nun die Festplatte deutlich schneller nach multimedialen Inhalten. Beim Start hilft ein Wizard dem Anwender beim Einrichten der Software. Auch am Drag & Drop-Feature von Songbird haben die Entwickler gefeilt: Es gibt ein besseres visuelles Feedback, wenn der Nutzer mehrere Dateien verschieben will.
Gebastelt wurde auch an der Oberfläche: Ein neu eingeführtes Tab versammelt sämtliche Multimedia-Inhalte. Die Bedienelemente des Players lassen sich an verschiedenen Positionen im Hauptfenster platzieren und das Service-Menü taucht auf Wunsch auch beim Betrachten von Webseiten auf. Songbird kennt nun auch intelligente Playlists, welche die am besten bewerteten, am häufigsten gespielten, kürzlich hinzugefügten und kürzlich gespielten Songs automatisch auflisten und abspielen. Auch die so genannte Album Art, also Cover und Bilder, die zu einem Album gehören, zeigt der Singvogel nun an.
Repertoire des Singvogels
Songbird spielt dank des Gstreamer-Backends MPEG Layer 3 und MPEG4-Dateien sowie Ogg/Vorbis, Speex, AAC, FLAC und noch einige weitere Formate. Dazu installiert der Linux-Anwender, die gewünschten Gstreamer-Plugins über den Paketmanager. Zudem spielt Songbird die auf einer Webseite versammelten Media-Dateien ab, ohne die Seite zu verlassen — ein praktisches Feature. Integriert sind auch die beliebten Shoutcast-Channels sowie Last.FM. Songbird kommt mit einer ganzen Reihe von externen MP3-Playern zurecht, etwa mit Apples iPods und Geräten anderen Firmen, die über MTP kommunizieren.
Die in San Francisco ansässige Firma POTI entwickelt den Media Player mit Kapital von Sequoia Capital. Songbird gehört zum Mozilla-Projekt und wird seit 2006 entwickelt, die Software steht unter der GPL.




