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Social Desktop: Widget in KDE 4.3
KDE sozial

Social Desktop: Widget in KDE 4.3

05.05.2009 KDE-User in nächster Umgebung finden: Der Social Desktop, vor rund einem Jahr noch bloße Idee, hält mit einem ersten Widget Einzug in KDE 4.3.

Als erste fertige Implementierung des "Social Desktop" wird in KDE 4.3 ein Widget verfügbar sein, mit dem sich der Anwender andere KDE-User in seiner Umgebung anzeigen lassen kann. Das Widget liegt nicht per Default auf dem Desktop, sondern muss vom Anwender aktiviert werden. Es zeigt dann alle KDE-Anwender an, die sich in der Umgebung befinden und das Widget ebenfalls nutzen. Wer als Freund markiert ist, erscheint permanent in dem Freunde-Plasmoid, die anderen je nach Anwesenheit.

Um selbst von anderen gesehen zu werden, muss der Anwender seine IP-Adresse mittels eines Buttons publizieren. Die Software versucht die IP-Adresse dann via Geolocation-Service automatisch in Geolokationsdaten umzuwandeln. Jedoch lässt sich die eigene Präsenz auch mittels einer "Privat"-Funktion verbergen, betont Frank Karlitschek, der Ideengeber und Mitentwickler des Social Desktop: "Das ist wichtig, denn viele sind schnell beunruhigt, wenn es um persönliche Informationen geht." Die beiden wichtigsten anderen Entwickler an der ersten Implementierung sind Cornelius Schumacher sowie Sebastian Kügler, beide im Vorstand des KDE e.V.

Auch in KDE 4.3 enthalten ist das komplette Backend für solche Widgets. Die Engine ist die Umsetzung der im vergangenen Jahr erst vage formulierten Idee eines generellen API zu Contentprovidern verschiedener Art: Sie ist die Schnittstelle zu Datenbanken. Das erst im September 2008 gestartete KDE-Forum sowie die von Frank Karlitschek betreute Cross-Plattform-Seite Opendesktop.org sind die beiden ersten Projekte, die von der Data-Engine Gebrauch machen.

Jeder ist nun aufgerufen, weitere Widgets, Plasmoiden oder ganze Anwendungen zu entwickeln, die mittels der Social-Desktop-Engine auf Plattformen wie das KDE-Forum oder Opendesktop.org zugreifen. Entwicklern ist es nun möglich, Clients für Funktionen zu entwickeln wie "Fan von Applikation x werden", "Artwork up-/downloaden" oder "Knowledge-Base befragen".

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