Slackware 12 erblickt das Licht der Welt

Slackware 12 erblickt das Licht der Welt

Das beste Slackware aller Zeiten soll das neue Slackware 12 sein, sagt zumindest Maintainer Patrick Volkerding. Ob er damit richtig liegt, werden die Nutzer entscheiden. Auf jeden Fall sind hochaktuelle Pakete aus der Welt der freien Software an Bord der traditionsreichen Distribution.

Ein großer Schritt für Slackware ist der Wechsel auf Kernel 2.6.21.5. Noch im letzten Release setzte die älteste noch aktive Distribution auf die Kernel-Serie 2.4. Hintergrund dieser konservativen Politik der Distribution ist der Anspruch höchster Stabilität. Dabei soll sie sehr einfach zu konfigurieren sein. Slackware will Profis und Beginnern gleichzeitig ein einfaches, stabiles und vor allem sicheres Linux-System bieten.

Neuer Kernel und HAL

Nach zwei Release-Kandidaten und genau neun Monaten Entwicklungszeit bringt Slackware 12 neben vielen aktualisierten Paketen und dem Kernel 2.6.21.5 weitere Neuerungen mit. Erstmals haben die Entwickler die Hardware-Abstraktionsschicht HAL implementiert, die erlaubt, externe Geräte wie USB-Speicher und CD- oder DVD-Medien automatisch in das System einzubinden, ohne dass der Anwender einen Mount-Befehl ausführt.

Im neuen Release sind zwei Arten von Kerneln zu finden: zum einen die “Huge”-Kernel, die fast jeden verfügbaren Treiber im Kernel fest einkompiliert enthalten und für die Installaton des Systems gedacht sind, zum anderen die “Generic”-Kernel, welche die Treiber als Module nachladen. Die Generic-Kernel benötigen eine Initrd.

Werkzeuge und Desktops an Bord

Jegliche Programmpakete der Distribution sind gegen die GNU-C-Bibliothek glibc in Version 2.5 gelinkt. Die GNU Compiler Collection GCC trägt im Release die Versionsnummer 4.1.2. Für Entwickler wurden Perl 5.8.8, Python 2.5.1, Ruby 1.8.6, die Versionskontrollsysteme Subversion 1.4.4, Git 1.5.2.2, und Mercurial-0.9.4 sowie die grafischen Werkzeuge Qt-Designer und KDevelop aufgenommen. Als grafische Oberflächen sind wie schon im RC1 Fluxbox 1.0.3rc, XFCE 4.4.1 und KDE 3.5.7 enthalten. X.org X11 ist in Version 7.2 mit Unterstützung für XGL und Compiz dabei. Der Webserver Apache 2.2.4 wurde mit Unterstützung für Dynamic Shared Object (DSO), SSL und PHP 5.2.3 kompiliert. Als Extras sind unter anderem die Pakete Java 2 Software Development Kit (Standard Edition), Libsafe (Schutz vor Buffer-Overflows), ISDN-Unterstützung und zusätzliche 802.11-Treiber mit dabei.

Für weiterführende Informationen steht die Release-Mitteilung unter Slackware.com bereit. Eine Übersicht über alle Pakete bietet die Datei “Packages.txt”. Zum Download stehen DVD-Images auf dem Slackware FTP-Server und unter osuosl.org bereit. Sollten diese Server ausgelastet sein, sind weitere unter Get Slack auf der Projektseite aufgelistet. Wer die weitere Entwicklung der Distribution fördern möchte, kann die Distribution auf CD oder DVD für 49,95 US-Dollar beziehungsweise 59,95 US-Dollar im Slackware-Shop erwerben.

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