Senyo: Mini-PC statt Mini-Notebook

Senyo: Mini-PC statt Mini-Notebook

Anika Kehrer
18.04.2008

Die Tübinger Firma Transtec hat ihren Mini-PC Senyo aktualisiert. Der neue Desktop-Zwerg wartet mit der aktuellen Mobil-Plattform von Intel und mit besserer Ausstattung auf. Neu an dem Mini-PC ist die Santa-Rosa-Plattform von Intel, allerdings nur in einer höherpreisigen Version. Im Gegensatz zum Vorgängermodell Senyo 600 hat Transtec dem Senyo 610 Zugriff auf mehr gemeinsamen Video-Speicher erlaubt, 256 statt 128 MByte.

Den vorherigen Netzwerk-Controller, ein 82573E Gigabit-Ethernet-Controller von Intel, hat ein Marvell Yukon 88E8055 abgelöst, der wie gewohnt onboard sitzt. Neu ist außerdem die Wahl zwischen Festplatten bis zu 250 GByte und Solid State Discs (SSD) bis zu 64 GByte. Schließlich ist das Gerät um einen 4-in-1-Kartenleser gewachsen. An Betriebssystemen gibt es auf dem Senyo nach wie vor neben Windows auch den Suse Linux Enterprise Desktop (SLED) 10.

Den Senyo 610 gibt es in mehreren Preisvarianten. Mit dem Preis verändert sich der Prozessor zum Beispiel von einem Intel Celeron 530M auf einen Intel Core2 Duo T8100. Der Prozessor-Cache wächst in diesem Beispiel von 1 auf 3 MByte, der CPU-Takt von 1,73 auf 2,1 GHz und der Bustakt von 533 auf 800 MHz. In diesem Preisbeispiel verfügen beide Geräte über die oben genannten Neuerungen, eine Festplatte zu 80 GByte und Arbeitsspeicher in Höhe von 1 GByte, aufrüstbar bis 4 GByte. Die einfachere dieser beiden Ausstattungen kostet rund 470 Euro, die schnellere und größere Ausstattung 700 Euro.

Die Komponenten dieser Beispielkonfigurationen können Interessierte auf der Senyo-610-Seite bei Transtec direkt miteinander vergleichen. Der Mini-PC ist nicht im Handel erhältlich, sondern nur von Transtec direkt zu beziehen.

Den Vorgänger-Senyo mit der Versionsnummer 600 brachten die Tübinger Hardware-Hersteller noch zur Cebit 2008 mit. In der Größe und im Energieverbrauch hat der Mini-PC sich nicht geändert: Die kleine Maschine zu 1,3 Kilogramm und mit den Maßen 22,6 mal 17,2 mal 4,2 Zentimeter verbraucht nach wie vor wenig Strom, unter Volllast nach Herstellerangaben maximal 31 Watt.

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