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Bibliothekentest

Sencha Touch auf HTML5-Kurs

22.06.2010
Die Ext-JS-Macher entlassen im Unternehmensgespann mit zwei Partnerprojekten die neue HTML5-zentrierte Entwickler-Bibliothek für Android- und I-Phone-Apps Senta Touch unter der GPLv3 in die öffentliche Beta-Phase.

Sencha Touch ist eine Bibliothek zum Erstellen webbasierter Mobil-Apps. Mit HTML5, CSS und Javascript sollen Entwickler plattformübergreifende Anwendungen erstellen können, allerdings sind bislang nur Geräte mit Android und Apple (I-OS) als kompatibel genannt. Die Hersteller sind der Meinung, dass die meisten Handy-Apps heute, mindestens aber auf kurz oder lang als Web-Apps funktionieren, weil sie keinen Zugriff auf Geräte-Ressourcen wie Kamera oder Bluetooth brauchen. An Bord von Sencha Touch ist eine Grafikwidget-Library und Management für Touchevents und den Datenaustausch mit Ajax oder Jsonp.

Als besondere Leistungen ihrer Software Sencha Touch heben die Hersteller HTML 5 hervor, womit das App-Framework standardisierte Einbindung etwa von Geodaten, Audio und Video in Web-Apps für Mobilgeräte ermöglicht. Weiter betonen sie die leichte Veränderbarkeit von Themes mittels CSS3, eine Größen-Anpassung auf Knopfdruck für verschiedene Displays und jede Menge fertige UI-Elemente wie Items und Animationen.

Das Framework für mobile Web-Apps Sencha Touch arbeitet mit Simulatoren, um das Erscheinungsbild der Apps auf dem Zielgerät zu überprüfen - hier das I-Pad.

Die Software-Sammlung steht als 20 MByte große ZIP-Datei auf der Produktseite zum Download bereit. Die knappen Release-Notes, die auch bereits bekannte Android-Probleme aufzählen, sind in der ZIP-Datei versteckt. An weiterführender Dokumentation ist ein Einführungsworkshop und eine API-Dokumentation zu finden.

Hinter Sencha Touch, das vor einigen Tagen als öffentliche Beta-Release unter GPLv3 veröffentlicht wurde, steht das neue Unternehmen Sencha: ein Zusammenschluss der drei teilkommerziellen Projekte Ext JS (eine Javascript-Klassenbibliothek für interaktive Webanwendungen), JQtouch (ein Plugin für den Objekt-Grabber Jquery auf mobilen Geräten) sowie Raphael (eine Javascript-Bibliothek für das Handling von Vektorgrafiken im Web). Das ebenfalls erst vor wenigen Tagen (um-)gegründete Unternehmen mit Sitz in Palo Alto hat sich als Businessmodell für die duale Lizenzierung entschieden: Beitragende Entwickler verwenden die Software unter freier Lizenz, proprietär Interessierte können eine entsprechende Lizenz erwerben.

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