Die Creative-Commons-Lizenzen dürften mittlerweile auch in Deutschland den meisten Internet-Nutzern ein Begriff sein. Nun sollen die Science-Commons-Lizenzen im Bereich der Wissenschaft den Austausch von Forschungsergebnissen revolutionieren.
“Die wichtigen und innovativen Ideen müssen geteilt werden. Ich glaube, das ist lebenswichtig, um die zukünftige Wissenschaft zu revolutionieren.” schreibt Jesse Dylan. Der Regisseur hat ein Video gedreht, das Werbung für neue Lizenzen, die Science Commons, macht. Die sollen im Bereich der Wissenschaft das erreichen, was die Creative Commons im Kreativbereich leisten.
Dylan ist kein Unbekannter: Er hat ein bekanntes Video für Barack Obama (“Yes we can”) gedreht sowie Musikvideos für Tom Waits, Elvis Costello und andere bekannte Musiker.
Die drei wichtigsten Ergebnisse, welche die Science Commons erreichen sollen, schildert die Webseite des Projekts:
- wissenschaftliche Daten sollen wiederverwendbar werden
- das Material soll über einen Klick erreichbar sein
- die fragmentierten und zerstreuten Informationen sollen verbunden werden
Das Problem sehen die Initiatoren des Projekts darin, dass die Wissenschaftler meist isoliert vor sich hin forschen. Ihre Ergebnisse verstauben in Datenbanken und sind durch restriktive Verträge gebunden. So passiert es häufig, dass Arbeiten doppelt gemacht werden und Ergebnisse von aufwändigen Untersuchungen versanden – mit ernsten Folgen. “Zwischen der Identifikation eines Gens bis zur Entwicklung eines Medikaments dauert es momentan 17 Jahre – ewig für Menschen, die an einer Krankheit leiden.”
Zur Zeit arbeitet das Projekt an der NeuroCommons, die eine Art Modell-Lizenz im Bereich der Neurowissenschaft entwickelt. Basierend auf diesem Modell sollen dann andere Lizenzen entstehen.





