Schmucker Linux-Topf mit Netbook-Innereien

Schmucker Linux-Topf mit Netbook-Innereien

Jan Rähm
30.10.2008

Klein, stromsparend und hübsch anzuschauen, dazu das Ganze noch bezahlbar: Eine kleine Firma aus Münster erfüllt diese Wünsche und überlässt obendrein dem Anwender auch die Wahl des Betriebssystems. Seit wenigen Tagen ist der "Tvbe" erhältlich, den man vermutlich wie das englische "Tube" ausspricht und der seinem Namen aufgrund des Acrylglas-Rundgehäuses alle Ehre macht.

Der Tvbe basiert auf moderner Netbook-Technik. In der 20x24,5 cm großen Röhre werkelt auf Wunsch entweder ein Single- oder Dual-Core-Atom-Prozessor von Intel. Der Arbeitsspeicher kann mit 1 GByte oder 2 GByte Kapazität geordert werden. Um die Grafik kümmert sich der im Chipsatz integrierte Intel GMA950-Grafikchip. Als Massenspeicher kommen S-ATA-Festplatten herkömmlicher Bauart mit einer Kapazität von 320 GByte beziehungsweise 500 GByte zum Einsatz, zudem ist ein 22x DVD-Brenner im Gehäuse untergebracht.

Im Gegensatz zum Gehäuse-Design wirken die Anschlüsse eher altbacken: Der Rechner bringt 6 USB-2.0-Schnittstellen mit - davon 2 leicht zugänglich an der Oberseite - einen Parallel-Port, einen seriellen Port sowie zwei PS/2 Anschlüsse. Für die Verbindung zum Bildschirm steht ein VGA-Anschluss zur Verfügung. Hinzu kommen Lautsprecher- und Mikrofon-Anschluss sowie ein Line-In für den Ton. Eine 10/100-MBit-Ethernet-Schnittstelle stellt den Kontakt zu Netzwerken her. Die teure Variante bringt noch einen S-Video-Ausgang sowie Gigabit-Ethernet mit. DVI, HDMI, aber auch WLAN und Bluetooth sucht man allerdings vergeblich, weshalb sich der schicke Recheneimer wohl am ehesten als NAS und Brennstation bewähren dürfte.

Der Tvbe soll sich durch ein sehr geringes Betriebsgeräusch und einen niedrigen Stromverbrauch auszeichnen. Interessant ist die Auswahl der Betriebssysteme. Ubuntu - welche Version genau lässt der Hersteller im Shop-Bereich seiner Website offen - ist ab Werk Standard. Windows XP kostet 55 Euro extra. Alternativ kann der Kaufinteressierte Windows Vista Home Premium für 75 Euro buchen.

Die Preise für den Tvbe beginnen bei 299 Euro. Dafür gibt es ihn mit Single-Core-Atom, 1 GByte RAM und 320 GByte Festplatten-Speicher. Für 26 Euro mehr verdoppelt CLVE den Arbeitsspeicher und steckt eine 500 GByte-Platte ins Gehäuse. Ist der Kunde bereit 349 Euro auf den Tisch zu legen, bekommt er den Rechner in Vollausstattung mit Dual-Core-Atom, 2 GByte RAM, 500 GByte HDD und Gigabit-Ethernet sowie S-Video-Ausgang. Die Rechner sind laut Hersteller-Shop ab sofort zu haben. Die Lieferzeit beträgt bei den Single-Core-Varianten fünf Tage. Bei der Doppel-kernigen Version ist noch kein Liefertermin angegeben.

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