Geht in den USA einer Firma das Geld aus, kann sie den Konkurs nach Chapter 11 oder nach Chapter 7 beantragen. Während die Firma beim Chapter-11-Verfahren ihre Geschäfte mehr oder weniger in der gewohnten Art und Weise aber unter Beaufsichtigung des Konkursverwalters fortsetzen kann, werden beim Chapter-7-Szenario sämtliche Werte veräußert, und die Firma muss ihren Betrieb einstellen. Als die SCO nach Ihrem Prozess gegen IBM und Novell 2007 Konkurs ging, hat das Management das Verfahren laut Chapter 11 beantragt.
Wie Groklaw berichtet, hat der Konkursverwalter nun einen Antrag gestellt, das Verfahren auf Chapter 7 zu ändern, da keine Aussichten bestünden, dass sich die Firma noch erhole. Die Geschäftsleitung zeigt sich von diesem Schritt natürlich überrascht und will Berufung einlegen. Ebenfalls kein Interesse an einem schnellen Aus von SCO haben auch IBM, Novell und Red Hat, die zum Teil noch rechtliche Fragen vor Gericht geklärt haben möchten. Die SCO-Saga dürfte somit noch nicht komplett zu Ende sein...



