Wie die Prozessbeobachter Groklaw berichten, haben sowohl IBM wie auch Gegner SCO zum Ende der Voruntersuchung Anträge eingereicht, den seit März 2003 laufenden Prozess schnell abzuschließen. Freilich mit unterschiedlichen Zielen: IBM beantragt, die Klage endgültig niederzuschlagen. Begründung: juristisch ist die Klage nicht haltbar, weil SCO nicht ausreichend Beweise für seine Beschuldigungen hinsichtlich Vertragsbruch, widerrechtlich kopiertem Code oder andere Rechtswidrigkeiten vorlegen konnte. SCO hingegen möchte die Anklagepunkte so zusammenstreichen, dass die Vernichtung von Beweismitteln zum Hauptanklagepunkt erhoben wird.
Die Hauptverhandlung ist für Februar 2007 angesetzt. Nach den jetzt eingereichten Anträgen kann der Richter entscheiden, ob die Anklagepunkte geändert bzw. übernommen werden oder der Prozess gestoppt wird. Derzeit hagelt es Papiere und Anträge, einschließlich Gegenklagen von Novell und IBM. Demnach ist auch möglich, dass SCO letztlich zu Schadensersatzzahlung verurteilt wird, wenn die Gegenprozesse erfolgreich sind. Hier wird SCO nun vorgeworfen, dass das Unternehmen gegen Urheberrechte von IBM bzw. Novell verstossen habe. Die Gegenklage von Novell wurde am 22. September vom zuständigen Gericht in Utah genehmigt.




