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Russland und Mazedonien setzen auf Linux

Falko Benthin
21.09.2007

Das russische Kommunikationsministerium hat beschlossen, jede russische Schule innerhalb der nächsten zwei Jahre auf Linux zu migrieren. Das berichtet der Nachrichtendienst Cnews. "2008 sollen in den drei russischen Regionen Tomsk, Perm und in der Republik Tatarstan Pilotprojekte starten, bis 2009 soll auf jedem Schulcomputer einheimische Software installiert sein", so Leonid Reiman vom Kommunikationsministerium gegenüber Cnews.

Die "einheimische Software" wird eine in Russland entwickelte Linux-Distribution sein. Vor allem die russische Distribution ALTLinux hofft, sich an der Umsetzung der Pläne zu beteiligen. Laut Alexey Novodvorsky von ALTLinux reiche es nicht, "Software zu entwickeln oder zu installieren und zu fördern. Es muss auch eine nationale Infrastruktur für Entwicklung, 'Überall-Unterstützung' und Informationen errichtet werden."

Bisher werden im Bildungsbereich Russlands oftmals illegale Microsoft-Windows-Kopien eingesetzt. Sergey Shalmanov, seines Zeichens Cnews-Analytiker, glaubt, dieses Modell sei zum Scheitern verurteilt. Es habe den Nachteil, die Jugend nur an ein Betriebssystem zu gewöhnen. Hauptziel dieser Maßnahme sei es, Russlands Unabhängigkeit von ausländischer Software zu fördern.

Auch Mazedonien setzt auf Linux

Auch in Mazedonien soll das freie Betriebssystem in den Schulen Einzug halten. NComputing kündigte an, für alle Schüler der Primär- und Sekundärstufe einen Linux-Arbeitsplatz zu schaffen. Damit will man das vom mazedonischen Bildungsministerium geplante Projekt "Computer für jedes Kind" umsetzen. Die Schülerinnen und Schüler können sich auf 20.000 Host-PCs freuen, die mit Ubuntu laufen und je bis zu sechs Terminals speisen. So können an einer Einheit maximal sieben Kinder arbeiten.

Bei Modernisierungen müssen die Verantwortlichen nur noch die Host-PCs auswechseln. "Mit der Einführung von NComputings Technologien übernehmen wir die Führung in der computerbasierten Schulbildung für Kinder", so Ivo Ivanovski, Minister für die Informationsgesellschaft. "Computer für jedes Kind" ist das wichtigste Bildungsprojekt in der 15-jährigen Geschichte Mazedoniens.

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