Wer sich schon einmal intensiv mit dem RPM-Paketmangement beschäftigt hat, kennt vielleicht rpmdiff, das die Unterschiede zwischen zwei Paketen anzeigt. Der neue Rpmguard macht vieles besser.
Das neue Tool stammt vom Fedora-Entwickler Kamil Páral, der es in seinem Blog auch vorgestellt hat. Laut Ankündigung arbeitet rpmguard ähnlich wie rpmdiff, zeigt dabei aber nicht sämtliche Unterschiede an, sondern nur diejenigen, die für die Paketbauer in der Regel relevant sind. Dazu gehören neue oder obsolete Requires/Provides/Obsoletes/Conflicts-Einträge, Änderungen an Konfigurationsdateien, neue oder gelöschte Binaries und Dokumentationen sowie veränderte Gruppenzugehörigkeiten und Berechtigungen.
Kamil verdeutlicht die Funktionalität an einem Beispiel mit dem aktuellen Fedora-12-Kernel:
$ ./rpmguard.py kernel-2.6.31-0.86.rc3.git5.fc12.x86_64.rpm kernel-2.6.31.1-56.fc12.x86_64.rpm added REQUIRES rpmlib(PayloadIsXz) <= 5.2-1 added REQUIRES dracut >= 001-7 added REQUIRES grubby >= 7.0.4-1 removed REQUIRES mkinitrd >= 6.0.61-1
Mit rpmdiff würde diese Ausgabe deutlich umfangreicher ausfallen. Rpmguard benötigt neben rpm die Pakete rpm-python und rpmlint, wobei von rpmdiff unbedingt eine neuere Version als 0.91 installiert sein muss. Der aktuelle Quellcode befindet sich im Git-Repo des Fedora-Qualitätssicherungsteams. Feedback nimmt der Entwickler gerne über die Fedora AutoQA-Mailingliste entgegen.





