Als Grund für die Überarbeitung nennt Frank Loehmann in Suns Renaissance-Blog verschiedene Einwände von Anwendern: Diese beschweren sich über das schwerfällige und veraltete Interface. Viele nützliche Funktionen verstecken sich in überladenen Menüs und komplexen Dialogen. Gerade neuen Usern bereiten diese Hürden Schwierigkeiten. Nicht zuletzt spielt das Aussehen eine Rolle: Die aktuelle Oberfläche mit ihrem antiquierten Look&Feel versprüht nicht gerade starke Freude an der Arbeit.
Die Idee zu einem Wechsel des Designs kam daher auf der diesjährigen OOoCon auf, einer jährlichen Konferenz des Open-Office-Projekts. Das daraus entstandene Projekt nimmt diese Woche seine Arbeit auf. Das Projekt soll aus drei Phasen bestehen, die sich in Forschung, Design und Evaluation unterteilen. Verständlicherweise will man zunächst die Bedürfnisse der Anwender kennenlernen, bevor man ein Design entwirft. Über "Usage Tracking" schaut man den Nutzern der Bürosuite auf die Finger und erhofft sich davon neue Erkenntnisse. Umfragen sollen als zweiter Pfeiler Aufschluss über den üblichen Einsatz der Software und damit
einhergehende Probleme bringen.
In der zweiten Phase wird es dann etwas konkreter: Das Projekt will Anforderungen formulieren und das Entwickler-Team von Open Office soll das entsprechende Framework bereitstellen, mit dem sich die Anforderungen umsetzen lassen. Dabei will sich das Renaissance-Projekt ausdrücklich nicht auf den vorhandenen GUI-Baukasten des Open-Office-Projekts beschränken. "Renaissance ist ein Langzeitprojekt und beginnt von Null, also erwartet bitte nicht, schon etwas in OOo 3.1 zu sehen." beschwichtigen die Macher in dem zugehörigen Blogeintrag allzu hohe Erwartungen.



