Fernwartungs-Software Teamviewer nun auch für Linux

Remote-Control-Software für Linux, MacOS und Windows

Remote-Control-Software für Linux, MacOS und Windows

Daniel Kottmair
14.04.2010 Schon rund 60 Millionen User weltweit nutzen die für Privatanwender kostenlose Fernwartungs-Lösung unter Windows und MacOS. Nun kann man auch Linux-Rechner fernwarten - beziehungsweise fernwarten lassen.

Die mit der neuen Version 5 laut Hersteller aufgrund großer Nachfrage seit heute auch für Linux verfügbare Software ermöglicht den einfachen Remote-Zugriff auf andere Rechner über das Netz. Voraussetzung dafür ist, dass auf diesen ebenfalls der Teamviewer läuft, wobei alles in einem Standalone-Programm vereint ist, eine spezielle Client- oder Server-Version gibt es nicht.

Das Teamviewer-Fenster beim Start

Die Gegenstelle gibt die eindeutige ID und das Passwort des Client-Rechners ein (das auf Wunsch auch beibehalten werden kann, im Normalfall wird es jedoch bei jedem Start neu erzeugt). Durch einen der weltweit verteilten zentralen Anmeldeserver im Internet, der die mit 256 Bit verschlüsselte UDP-Verbindung zwischen den beiden Parteien initiiert, gelingt der Remotezugriff ohne Port-Forwarding auch über Router und Firewalls hinweg. Nur wenn etwa ein Proxy-Server oder eine Firewall mit Content-Filter dies unmöglich macht, läuft der Transfer über die Teamviewer-Server. Bemerkenswert ist dabei die Geschwindigkeit, sogar über Modem-Verbindungen lassen sich Fremdrechner fernwarten. Der deutsche Softwarehersteller hat in Version 5 die Kompression sogar noch deutlich verbessert, so dass nun noch weniger Daten über die Leitungen wandern.

Das auf einer angepassten WINE-Version basierende Programm funktioniert im Kurztest einwandfrei und bietet eine Vielzahl an integrierten Funktionen, die für Fernwartung relevant sein können, beispielsweise Richtungswechsel, Rechner-Neustart, einen simulierten Strg-Alt-Entfernen-Tastendruck oder einfach nur sehr komfortablen Dateitransfer zwischen den beiden Rechnern. Selbst der Mehrfach-Login auf einem gemeinsamen Rechner ist möglich, etwa für Schulungszwecke, um mehreren Anwendern gleichzeitig etwas zu demonstrieren. Hierfür ist auch die VoIP-Chat- und die Videochat-Funktion nützlich, die unter Linux bislang allerdings nur in Empfangsrichtung funktioniert, per V4L angebundene Linux-Webcams werden noch nicht unterstützt. Löblicherweise setzt Teamviewer hierfür auf freie Codecs: Speex für Audio, Theora für Video. Ein paar Einschränkungen gibt es bei der Linux-Version noch: Die Whiteboard-Funktion, womit die User gemeinsam auf eine Tafel malen können, geht noch nicht, ebenso gibt es noch keine VPN-Unterstützung. Ein X-Server ist Pflicht, Virtuelle Konsolen überträgt das Programm nicht.

Da die Softwareschmiede das Programm auch für Windows und Mac OSX zum Download bereitstellt, erreicht der Linux-Anwender damit auch diese Systeme per Fernzugriff -- oder kann von diesen aus ferngewartet werden. Auf Wunsch zeichnet das Programm via Screencast die Arbeit auf dem fremden Rechner auf. Nach Anmeldung auf der Produkseite steht dem Interessierten darüber hinaus der Zugriff mit dem Webbrowser auf Rechner zur Verfügung, auch eine iPhone-App existiert.

Teamviewer stellt DEB- und RPM-Pakete für Linux in Version 5.0.8206 zum Download bereit, auch ein X64-DEB-Paket und eine einfache tar.gz-Version, die völlig ohne Installation auskommt, existiert. Das Programm ist für Privatanwender kostenlos, für kommerzielle Nutzung bietet Teamviewer Lizenzen an.

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Kommentare
Mikogo Desktop Sharing & Remote Support
Constantin (unangemeldet), Freitag, 16. April 2010 12:45:34
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Hi,
vielen Dank für die Informationen! Ich möchte euch das Desktop Sharing Tool Mikogo vorstellen. Mikogo ist für private und kommerzielle Nutzung kostenlos und ermöglicht Web Konferenzen mit bis zu zehn Personen. Neben dem Screensharing kann mit Mikogo auch Fernwartung (Remote Support) betrieben werden.
Wenn ihr Interesse habt schaut doch einfach mal auf unsere Homepage vorbei: http://www.mikogo.de/
Bei Fragen stehe ich euch gerne jederzeit zur Verfügung!
Gruß!


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Das ist die Windows Version
debianer (unangemeldet), Donnerstag, 15. April 2010 01:27:41
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schön verpackt mit wine zum Laufen gebracht. öffnet einfach mal den tarball und ihr werden den .wine Ordner sehen ;) [x] kein nutzen


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Re: Das ist die Windows Version
TeaAge (unangemeldet), Donnerstag, 15. April 2010 08:24:17
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Also wie bei Google Picasa, Softmaker Office und anderen.

Ist mir recht wenn du das intern per wine laufen lassen, solange es erstmal läuft.

Gruß


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Re: Das ist die Windows Version
Daniel Kottmair, Donnerstag, 15. April 2010 10:20:53
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Das stimmt so nicht ganz. Wir haben da natürlich auch nachgebohrt, und es ist *nicht* einfach nur die Windows-Version mit WINE (die Nutzung von WINE wird übrigens schon im Artikel erwähnt!). Teamviewer hat wohl schon einige Linux-spezifische Dinge implementiert, um das ganze sauber unter Linux lauffähig zu machen, so gibt es z.B. einige spezielle Anpassungen für den X-Server.

Natürlich wäre voll nativ schöner, und die Nutzung von WINE hat auch innerhalb der Redaktion für etwas Skepsis gesorgt - aber es scheint zumindest nach unseren ersten Tests einwandfrei zu funktionieren, und das ist schließlich das wichtigste. Unsere Frage, ob denn eine native Version geplant sei beantwortete Teamviewer damit, dass das denkbar ist, aber davon abhänge, als wie populär sich die Linux-Version denn nun herausstellt! ;-)


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Re: Das ist die Windows Version
miauhi (unangemeldet), Donnerstag, 22. April 2010 09:35:24
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Eben wegen der Wine(linux)-Version werde ich es aber nicht nutzen. Windows Software gehört nicht auf einen nicht windows PC, egal wie sie angepasst wurde. Entweder richtig oder gar nicht. Ich sage mal jetzt schon vorraus: Egal wie gut es unter Linux laufen wird, da kommt niemals eine native Version.


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Re: Das ist die Windows Version
Daniel Kottmair, Montag, 26. April 2010 16:49:25
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Naja, langjährige Mac-User (nicht die "Hurra Parallels" Lifestyle-Gadget-Generation der letzten Jahre) denken da ganz ähnlich - und die haben eine native Version bekommen! ;-) Hinkt zwar Linux und Windows eine Version hinterher, aber immerhin nativ. *) Es ist wohl wie immer: Je mehr leute lautstark eine native Version fordern, umso eher kommt auch eine...

*) Wobei man erwähnen muss, dass es unter MacOS natürlich die WINE-Option so gar nicht gibt.


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endlich
super (unangemeldet), Mittwoch, 14. April 2010 16:11:29
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endlich, endlich, endlich.

Eines der einfachsten Tools um endlich auch mal von einem Linux Rechner einem anderem Linux-Nutzer zu helfen. Juhuu!


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Ich bin begeistert!!!
Tim B. Eisert (unangemeldet), Mittwoch, 14. April 2010 15:21:49
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Toll, dass es dieses Tool jetzt auch für Linux gibt und auch unter Ubuntu 10.04 ohne Probleme läuft. Bisher musste ich immer erst Windows XP in der VirtualBox starten, um meiner Familie oder Freunden bei irgendwelchen PC-Problemen helfen zu können. Jetzt geht das ohne Probleme auf direktem Weg.
Vor allem kommt man mit dem Teamviewer ja an jeder Firewall und jedem Router vorbei, kann also wirklich überall per ID und Passwort zugreifen.
Ein großen Lob und vielen Dank an die Teamviewer GmbH in Göppingen!!!


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Re: Ich bin begeistert!!!
Alessandro (unangemeldet), Mittwoch, 14. April 2010 15:52:40
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Hast du es schonmal mit dem teamviewer web-frontend probiert? Du musst dich nur bei teamviewer registrieren.
Das funktioniert bisher einwandfrei über ubuntu 9.1 mit Firefox.

Grüße


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