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Bessere Infrastrukur

Red Hats Virtualisierung in Version 2.2

24.06.2010
Die stabile Version 2.2 der Virtualisierung Red Hat Enterprise Virtualization unterstützt jetzt auch Virtual Desktop Infrastructure.

Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) 2.2 kann virtuelle Maschinen sowohl unter Windows als auch unter Linux hosten und verwalten. Neu eingeführt wird die Desktop-Virtualisierung, die eine so genannte Virtual Desktop Infrastructure (VDI) ermöglicht.

Dazu verhelfen soll der webbasierte Connection Broker, über den Endnutzer auf ihre virtuellen Desktops zugreifen. Jetzt setzt Red Hat auch im offiziellen Produktivbetrieb auf seine im Dezember 2009 quelloffen gemachte Remote-Rendering-Technologie SPICE (Simple Protocol for Independent Computing Environments): Erstmals in RHEL 5.5 eingeführt, soll sie etwa mehrere Monitore, HD-Videoqualität und bidirektionales Audio und Video für Video-Konferenzen ermöglichen. Weiter soll ein neues V2V-Tool automatisch virtuelle Maschinen unter VMware oder Xen für den Einsatz unter Red Hat Enterprise Virtualization konvertieren. Zur Vereinfachung der Verlagerung von Images virtueller Maschinen zwischen verschiedenen Umgebungen kann RHEV auch Images importieren oder exportieren.

Red Hats Desktop-Virtualisierung unterstützt neben Red Hat Enterprise Linux Desktop auch Windows XP und Windows 7. Version 2.2 kann Gast-Systeme mit bis zu 16 virtuellen CPUs und 256 Gigabyte Speicher pro virtueller Maschine unterstützen. Mehr Infos gibt es auf der Produktseite.

Update: Die Redaktion hat noch Kenntnis über die Preise erlangt. Sie liegen bei den Servern pro Sockel bei 500 US-Dollar mit Standard-Support und 750 US-Dollar mit Premium-Support, jeweils für ein Jahr. Enthalten sind ein RHEV-Manager und -Hypervisor. Das Red-Hat-Linux RHEL ist jedoch ein separates Produkt. Dazu kommt gegebenenfalls RHEV für die Desktops. Das kostet für je 25 Rechner und Jahr rund 400 US-Dollar mit Standard-Support und rund 600 US-Dollar mit Premium-Support. In Kooperation mit Red Hat gibt es einen ROI-Rechner. Allerdings muss man sich zur Erstellung der ROI-Simulation mit einer validen E-Mail-Adresse bei Alinean registrieren, einer Firma für B2B-Online-Marketingtools, die den Rechner umgesetzt hat.

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