Rechner mit vorinstalliertem Ubuntu Budgie und verschlüsseltes Linux-Smartphone

Rechner mit vorinstalliertem Ubuntu Budgie und verschlüsseltes Linux-Smartphone

Neue Linux-Hardware

Tim Schürmann
24.08.2017 Das Unternehmen Purism möchte ein sicheres Smartphone mit Linux herstellen und dafür eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Nimbusoft verkauft zudem ab sofort Notebooks und einen All-In-One-PCs mit vorinstalliertem Ubuntu Budgie.

Purism tauft sein Smartphone Librem 5. Auf ihm soll die Linux-Distribution PureOS laufen. Die Entwickler legen zudem ein Augenmerk auf die Sicherheit. Unter anderem sollen Nutzer des Smartphones mit anderen Librem-Besitzern verschlüsselt telefonieren und Textmitteilungen austauschen können. Dabei kommt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Einsatz. Android-Apps lassen sich auf dem Gerät nicht starten. Im Gegenzug erhalten Anwender komplette Kontrolle über das Smartphone, auf dem sich auch andere Distributionen installieren lassen sollen.

Das Librem 5 besitzt einen 5-Zoll-Bildschirm, einen i.MX6- oder i.MX8-Prozessor und eine Vivante Grafikeinheit (GPU). Die Software hat Zugriff auf 3 GByte Hauptspeicher und 32 GByte Flash-Speicher. Es gibt einen Slot für MicroSD-Karten, sowie jeweils eine Kamera auf der Vorder- und Rückseite – über deren Auflösung schweigt sich Purism allerdings noch aus. Die Geräte will man zudem erst im Januar 2019 ausliefern.

Um das Gerät produzieren zu können, sammelt Purism auf seiner eigenen Website Geld. Der Hersteller benötigt 1,5 Millionen US-Dollar, die komplette Kampagne läuft 60 Tage. Wer mindestens 599 US-Dollar spendet, dem verspricht Purism ein Smartphone. Bei höheren Beträgen kommt weitere Hardware hinzu, wie etwa ein 24-Zoll-Monitor. Wer Geld spendet, sollte im Hinterkopf behalten, dass Crowdfunding-Aktionen scheitern können.

Nimbusoft mit Notebooks und PCs

Der britische Hardware-Hersteller Nimbusoft bietet ab sofort zwei Notebooks und einen All-In-One-PC mit vorinstalliertem Ubuntu Budgie an.

Der All-In-One-PC hört auf den Namen Neptune und ist mit einem 21,5-Zoll-Bildschirm ausgestattet. In ihm stecken ein Intel Core i3 7300 Prozessor, 4 GByte Hauptspeicher und eine 500 GByte große SATA-Festplatte. Gegen Aufpreis lassen sich die Komponenten gegen leistungsstärkere Kollegen austauschen. So kann man beispielsweise den Hauptspeicher auf bis zu 32 GByte aufstocken. Der Preis für das Standardmodell liegt bei 600 Pfund.

Im Juno genannten Notebook mit 14-Zoll-Bildschirm stecken ein Intel Core i3 7200 Prozessor, 4 GByte Hauptspeicher und eine 500 GByte große Festplatte. Der Preis liegt bei 500 Pfund.

Das Basis-Modell des Bellona-Notebook kostet 800 Pfund, bietet dafür aber auch einen 17,3-Zoll großen Bildschirm, einen Intel Core i5 7300HQ-Prozessor und die NVIDIA-Grafikkarte GeForce GTX 950M. Bei beiden Notebooks können Käufer gegen Aufpreis ebenfalls einige Komponenten aufrüsten.

Wer aus Deutschland bestellt, sollte darauf achten, das korrekte Netzteil und das passende Tastaturlayout zu wählen.

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