RAM-Error: Linux schafft Abhilfe

RAM-Error: Linux schafft Abhilfe

In letzter Zeit hing sich mein Linux-Rechner häufiger auf (im KDE – besonders, wenn der Browser mehrere Tabs geöffnet hatte). Das war besonders unangenehm während des Versuchs, mit dem Knoppix-Installer ein Linux auf der Maschine zu installieren. Das allbekannte Betriebssystem zickte noch viel mehr.

Der Test mit memcheck brachte erst nach etlichen wiederholten Tests zutage (ab Test 3 der verschiedenen Tests von Memcheck), dass der Speicherchip ab 192 MByte einen Fehler im dritten und vierten Bit hatte. Der Fehler zeigte sich nicht ständig, sondern nur ab und zu. Ändern der BIOS-Einstellungen brachte keine Besserungen.

Dann kam mir der rettende Gedanke, dem Kernel die Boot-Option mem=192M mit Lilo und Grub mit auf den Weg zu geben. Seitdem sind die Probleme weg und ich kann den Rechner mit dem defekten Speicherchip noch eine Zeit lang ohne Probleme betreiben.

Wenn im Board zwei 256MByte-Chips gesteckt hätten, hätte durch Umstecken auch probiert werden können, dass sich der Fehler erst bei 192*2=394 oder 256+192=448 bemerkbar macht. Mit dem defekten Chip könnte so auch getestet werden, ob das Motherboard auf die einen beschleunigten Parallelzugriff macht (das wäre der Fall 2*192) oder diese seriell eingeordent hat. Solche ausgefallenen Möglichkeiten gibt es auch nur bei einem freien Betriebssystem.

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6 Kommentare
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HJBulst
19 Jahre her

Hallo Dieter,

LINUX ist schon toll, aber unter Windows hättest Du über die BOOT.INI
und /MAXMEM=192 dasselbe erreicht. Gant so schlecht wie viele behaupten ist Windows auch wieder nicht.

Gruss
Hans-Juergen

mhe
19 Jahre her
Reply to  HJBulst

Kleiner aber feiner Unterschied, Windows muss erst gebootet werden um die Datei zu editieren. Das kann dann schon böse schiefgehen.

Markus Gaugusch
19 Jahre her

Auf [1] gibt es auch den “BadMEM” patch, mit dem der Linux Kernel genau die fehlerhaften Blöcke ausläßt. Dann mußt du vermutlich nicht mal mehr als 1MB verschenken :)
Womit wir wieder beim “besseren” OS wären … ;-)

[1] http://badmem.sourceforge.net/

Andre Weselsky
19 Jahre her

Es gibt kein “besser” oder “schlechter” ! Windows hat genauso Vorteile wie Linux welche hat, bei den Nachteilen ist es nicht anders! Es kommt auf die Bedürfnisse an. Und kommt jetzt bloß nicht mit dem Spruch, “Windows ist unsicher”. Ich brauch nicht mal ne Stunde, um Windows abzusichern.

Dieter Drewanz
19 Jahre her
Reply to  Andre Weselsky

Danke für die weiteren Tips. Es sind somit alle Möglichkeiten für Linux und Win in dem Thread. Ich mußte die ganzen oberen 64 MB ausschließen, da es genau einen ganzen Chip (davon 2 bits) betraf von 8 Chips betraf. 8Stck a. 64M 4bit = 256M vom Aufbau. Unter Linux gab es immerhin noch einen kleinen Hinweis. Win kam nicht mehr richtig hoch und dachte das ist der Zustand wohl der eine komplette Neuinstallation erfordert (was ich bisher nur einmal in den letzten zehn Jahren an einem meiner Rechner bisher machen mußte). An die Bootoption bei Win hatte ich nicht gedacht,… Mehr »

Dieter Drewanz
19 Jahre her
Reply to  Dieter Drewanz

Bei Suse 10.1 muß man beim Start der DVD die Shift Taste drücken, load graphics mit n beantworten und zum installation starten linux und return eingeben. Die Anleitung steht im Buch, man muss es nur lesen und finden. Sehr unpraktisch ist es trotzdem, da kein Hinweis auf der DVD und bei der Ausgabe auf den Bildschirm ist. Den kleinen Fehler von mir wollte ich noch richtig stellen, auch wenn es nicht aufgefallen ist.

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