Proprietärer Editor Lightworks bringt Linux-Beta

Proprietärer Editor Lightworks bringt Linux-Beta

Lightworks-Beta

Kristian Kißling
02.05.2013
Die Videoschnitt-Software Lightworks für Linux startet in die Public-Beta-Phase, wer sie testen will, muss allerdings ein paar Dinge beachten.

Blockbuster wie Mission Impossible, The Departed und Pulp Fiction wurden mit ihr geschnitten: Die Software Lightworks existiert seit 1989 und heimste zahlreiche Preise ein. Nachdem die vagen Pläne, die Software unter einer Open-Source-Lizenz zu veröffentlichen, zurückgezogen wurden, gibt es nun eine proprietäre Beta-Version für Linux. Um die zu nutzen, müssen die Nutzer allerdings ein paar Restriktionen in Kauf nehmen.

Zunächst mal müssen sich Testwillige auf der Webseite anmelden, um die Beta herunterzuladen. Diese enthält den Editshare Licensing Service (ELS), der es erlaubt, sich mit den Anmeldedaten der Webseite auf für die Nutzung der Software anzumelden. Allerdings muss dafür zwingend eine Internetverbindung bestehen. Der Nutzer erhält dann eine 7-Tage-Lizenz und muss sich nach einer Woche neu anmelden, um diese zu verlängern. Inaktive Nutzer darf die Firma aus dem Programm ausschließen.

Eine Lizenzierung für Avids Dnxhd-Codec (Digital Nonlinear Extensible High Definition) bringt die Betaversion nicht mit, weil Avids Lizenz dafür zu strikt sei. Die Option, den Codec zu erwerben, soll es in Kürze im Lightworks-Shop geben. Wer mit diesen Hindernissen leben kann, sollte vor dem Einsatz einen Blick auf die Liste mit den bekannten Bugs und Limitierungen werfen. Aktuell gibt es zum Beispiel nur einen 64-Bit-Build. Zudem fehlt unter anderem der Support für Firewire und die Lightworks USB/Serial Console, sind keine MOV-, Quicktime- und AVI-Exporte möglich und funktioniert AC3-Audio nicht in AVCHD.

Momentan läuft Lightworks offiziell unter Ubuntu 12.04, 12.10, Mint 13, Mint 14 sowie Lubuntu 13.04. Fedora wird nicht unterstützt, andere Distributionen wurden nicht getestet. Wer die Software ausprobieren will, folgt am besten den Hinweisen der Ankündigung.

Ähnliche Artikel

  • Videoeditor Lightworks wird Open Source
    Das Videoschnittprogramm Lightworks soll im Herbst als Lightworks Open Source im Quellcode veröffentlicht werden.
  • Videoschnittprogramm Lightworks mit umgestalteter Benutzeroberfläche
    Nach einer längeren Testphase hat Entwickler EditShare sein professionelles Videoschnittprogramm Lightworks in einer neuen Version freigegeben. Zu den über 400 Änderungen gehört auch eine überarbeitete Benutzeroberfläche.
  • Professioneller Videoschnitt mit Lightworks
    Seit Neuestem stellt Editshare das für professionelle Filmer gedachte Videoschnittprogramm Lightworks kostenlos zur Verfügung. Allerdings ärgert die Software den Anwender mit Aktivierungszwang und einer umständlichen Bedienung.
  • Lightworks 11.5 veröffentlicht
    Nach rund drei Jahren Entwicklungszeit hat der Entwickler EditShare die erste Version von Lightworks für Linux veröffentlicht. Das Videoschnittprogramm richtet sich vor allem an professionelle Filmer.
  • Scharfes Werkzeug
    Das Profi-Videoschnittprogramm Lightworks, das schon Filme wie "Mission Impossible" oder "Pulp Fiction" in Form brachte, läuft mittlerweile auch unter Linux. Seine vielen Möglichkeiten lassen sich aber nur auf satt ausgestatteten Rechnern wirklich ausreizen.

Kommentare

Aktuelle Fragen

Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 1 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...
WLan mit altem Notebook funktioniert nicht mehr
Stefan Jahn, 22.08.2017 15:13, 0 Antworten
Ich habe ein altes Compaq-6710b Notebook mit Linux Mint Sonya bei dem WLan neulich noch funktioni...
Würde gerne openstreetmap.de im Tor-Browser benutzen, oder zu gefährlich?
Wimpy *, 21.08.2017 13:24, 2 Antworten
Im Tor-Netzwerk (Tor-Browser) kann ich https://www.openstreetmap.de/karte.html# nicht nutzen....