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Netze spinnen

Project Silk: Perfekte Web-Integration für KDE

22.09.2009 Sebastian Kügler und Richard Moore vom KDE-Projekt träumen seit dem Gran Canaria Desktop Summit von einem Desktop, der mit dem Web verschmilzt, quasi ein Netz aus Spinnenfäden.

In einem Schreiben an die KDE-Entwickler wirbt Kügler nun unter dem Codenamen Project Silk für mehr Web-Integration auf dem Desktop. Projekt Silk richtet sich nicht nur an Entwickler, die sich innerhalb KDEs schon mit Web-Technologien beschäftigen, es richtet sich auch an die Macher von Anwendungen, die sich durch die Einbindung von Webinhalten aufwerten lassen. Inhalte wie Youtube-Filme, Online-Fahrpläne oder technische Dokumente sollen auch außerhalb des Web-Browsers nutzbar werden, seien sie öffentlich wie Wiki-Seiten oder privat und vertraulich wie Webmail-Accounts.

Project Silk sei jedoch kein neues Einzelprojekt, betont der KDE-Mann. Es verlange vielmehr Engagement von allen KDE-Entwicklern, die an verschiedenen Programm mit dem selben Ziel arbeiten. Zudem stellt er in seinem eine Skala der "Silkyness" auf, die beschreibt, wie nahe eine Anwendung Silks Zielen bei der Web-Integration kommt: 1 Punkt gibt es für die Verwendung von Daten aus dem Web, 1 Punkt für Offline-Betrieb mittels Caching und 1 Punkt für native Clients zum Bearbeiten von Webinhalten. Einen weiteren Bonus erhalten Programme, die sich für mehr als ein Gerät eignen, also sowohl für ein Smartphone als auch ein riesige Anzeigetafel taugen.

Als bereits jetzt vorbildlich in Sachen Web-Einbindung wertet das Schreiben die Openstreetmap-Integration in Marble, Foto-Uploads aus Digikam und die in Amarok eingebauten Web Services. Nun gehe es darum, die Nutzung von Web-Technologien zwischen den einzelnen Anwendungen zu koordinieren und gemeinsamen Code miteinander zu teilen. Außerdem gibt es ein eigenes Git-Repository für Silk mit Bibliotheken wie QtJson, aus dem sich Entwickler bedienen können. Eine eigene Silk-Mailingliste dient zur Diskussion und Koordination.

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