Programm der Linuxwochen Wien und des Libre Graphics Meeting veröffentlicht.

Programm der Linuxwochen Wien und des Libre Graphics Meeting veröffentlicht.

Eine ganze Woche rund um Linux und freie Software

S.Kemter
23.04.2012 Dieses Jahr tragen die Linuxwochen Wien ihren Namen wohl zurecht, denn fast eine ganze Woche gibt es ein abwechslungsreiches Programm, das jetzt von den Veranstaltern veröffentlicht wurde.

Linuxwochen Wien

Traditionell sind die Linuxwochen am ersten Tag eher businessorientiert. Dieses Mal geht es um "Migration", "Cloud Computing" und "Open Source Professionals". Die lokale Drupal-Community nutzt die Gelegenheit, um sich mit einem ganzen Track der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zusätzlich ist ein Track rund um "Open Source for Students" im Angebot.

Eröffnet werden die Linuxwochen mit einem in Wien eher heiklen Thema, der Migration der öffentlichen Verwaltung zu freier Software. Der eröffnende Vortrag wird "Venezuela - An Entire Country Migrates To Linux" von Maria Gracia Leandro Lombardo sein. Ihm folgen Vorträge wie "Betrieb einer Cloud mit OpenStack Essex im Praxistest" oder "cloud4education, einer freien Cloud-Lösung für Schulen". Die OpenSource-Professionals zeigen nicht nur, wie Asterisk und Group-E integriert werden können, sondern auch, wie man PostgreSQL-Datenbanken repliziert und hochverfügbar macht. Der Tag endet mit dem tradionellen QTalk, einer Podiumsdiskussion zu einem Open-Source-Thema.

Der Freitag steht im Zeichen offener Hardware: Nanonote, Milkymist, Rasberry Pi, OpenMoko - OpenPhoenux und Arduino sind die Themen der Vorträge. Natürlich gibt es auch Neues rund um ARM und es wird gezeigt, wie man sein Haus mit Linux intelligenter macht.

Am dritten Tag geht es in einem Track rund um "Open Source für Anwender", in dem unter anderem gezeigt wird, wie man seinen Laptop ohne ein Betriebssystem zum Laufen bekommt. Weitere Vorträge beschäftigen sich mit "Ext4, BTRFS, XFS oder doch lieber WTF" oder was BtrFs und die Integration mit Snapper bringt.

Neben dem Vortragsprogramm gibt es noch parallel Workshops rund um LaTeX, Inkscape, Scribus, Elektra, Pair Programming und vielem mehr. Kleinere Runden beschäftigen sich mit Digital Audio Workstations, wie man mit Super Collider Musik mit Open Source macht und den neuen Funktionen des Qt5-Frameworks.

Wem das alles noch nicht ausreicht: Parallel zu den Linuxwochen finden auch das Libre Graphics Meeting in den Räumlichkeiten des Technikum Wien und am Samstag der BSDday statt.

Libre Graphics Meeting

Auf dem Libre Graphics Meeting geht es am Mittwoch den 2. Mai mit Themen rund um das Color Managment los. Der Tag startet nach der Eröffnung mit dem Vortrag ColorHug - The Open Hardware Colorimeter. Es folgt ein Vortag von Chris Lilley vom W3C zu "Color Management in SVG2". In "Import filters for vector graphic formats in LibreOffice: the reverse- and straight engineering fun" berichtet Fridrich Strba von den Erlebnissen bei der Implementierung verschiedener Formate in LibreOffice.

Ramon Miranda, der Autor des DigitalPainting Plugin von GIMP, spricht am zweiten Tag über "Digital Painting with open source". Gustav Gonzalez Giron beschäftigt sich in "Tupi: Living 2D art together" mit der Applikation Tupi. Auch Krita taucht im Programm auf, SynfigStudio stellt Timothée Giet in seinem Vortrag "Introducing Synfig Studio" näher vor.

Für all diejenigen, die es eher praktisch mögen, gibt es parallel verschiedene Workshops, wie zum Beispiel: "Hugin's Eye / Panorama" oder "Colorfont workshop" von Ana Isabel Carvalho und Ricardo Lafuente.

Nebenbei veranstalten die Linuxwochen ein Gewinnspiel und auch ein Keysigning und Social Event werden nicht fehlen. Aufgrund der Internationalität des Libre Graphics Meetings sind alle Talks und Workshops in englisch und auch auf den Linuxwochen gibt es eine Anzahl von Vorträgen, die in dieser Sprache gehalten werden. Es gibt aber auch ausreichend Vorträge/Workshops in deutscher Sprache. Der Weg nach Wien wird auf jeden Fall ein lohnenswerter. Das Programm der Linuxwochen ist hier zu finden und das des LibreGraphicsMeeting hier.

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