Prism: Das Web auf dem Desktop

Aufmacher News

Jan Rähm
06.11.2007

Wer momentan web-basierte Anwendungen nutzen will, kommt selten um Firefox und Co. herum. Damit will die Mozilla Foundation nun Schluss machen: Sie hat vor, Web-Anwendungen von ihrer Bindung an den Webbrowser zu befreien. Helfen dabei soll eine Applikation namens "Prism". Eine erste Vorabversion der Software stellte Mozilla vor zwei Wochen vor - jedoch nur für Windows-Systeme. Nun machen die Entwickler mit der Version 0.8 Prism auch für Linux und Mac OS X zugänglich.

Das Projekt Prism startete ursprünglich unter dem Namen "Webrunner". Es handelt sich um eine Art abgespeckten Webbrowser, der auf die browsertypischen Bedienelemente verzichtet. Nach dem Start fragt Prism nach der Webadresse der Anwendung und einem Kurznamen und möchte dann wissen, ob es einen Link auf den "Desktop" legen soll. Verneint der Anwender das, beschwert sich der Einrichtungsdialog, andernfalls startet Prism die gewählte Webanwendung in einem eigenen Fenster (siehe Abbildung).

Prism startet Webanwendungen in einem eigenen Fenster.


Wer möchte, kann sich aus der Shortcut-Datei auf dem Desktop den Start-Befehl extrahieren und ihn in das Start-Menü integrieren. Der Befehl folgt dem Schema
"/<INSTALLATIONSORT>/prism/prism -webapp <KURZNAME>@prism.app". Der Aufruf funktioniert auf Anhieb, die Webanwendung steht zur Verfügung - gefühlt deutlich schneller als per Aufruf im Webbrowser. Nun muss man gegebenenfalls noch Benutzername und Passwort für die Anwendung nachreichen.

Wie der kommende Firefox 3 soll auch Prism die Offline-Nutzung von Webanwendungen unterstützen. Die Entwickler planen zudem den Support von 3D-Grafikhardware, und der Installationsdialog soll auf lange Sicht verschwinden. Ziel ist es, Webanwendungen per Mausklick aus dem Browser heraus auf dem Desktop zu verankern.

Ähnliche Artikel

  • Grenzenlos
    Immer mehr Hersteller gehen dazu über, ihre Dienstleistungen direkt als Webapplikationen anzubieten. Mit Prism arbeiten Sie damit wie mit einer lokalen Anwendung.
  • Prism 1.0 als Beta-Version
    Prism bringt Web und Desktop einander ein Stück näher. Mit der Mozilla-Software lassen sich Webanwendungen ähnlich einfach behandeln wie Desktop-Applikationen.
  • GMail & Co. im Fenster
    Anwendungen laufen immer im Web – Beispiele dafür gibt es vor allem bei Google: Mail, Docs, … Um jedem im Web laufenden Programm ein separates Fenster ohne überflüssige Browser-Elemente zu geben, können Sie Mozilla Prism verwenden.
  • Zattoo perfektioniert
  • Danke, lokal reicht

Kommentare

Aktuelle Fragen

Rootpasswort
Jutta Naumann, 29.01.2015 09:14, 1 Antworten
Ich habe OpenSuse 13.2 installiert und leider nur das Systempasswort eingerichtet. Um Änderungen,...
Neue SuSE-Literatur
Roland Welcker, 14.01.2015 14:10, 1 Antworten
Verehrte Linux-Freunde, seit Hans-Georg Essers Buch "LINUX" und Stefanie Teufels "Jetzt lerne ich...
DVD abspielen unter openSUSE 13.1
Michael Pfaffe, 12.01.2015 11:48, 6 Antworten
Hallo Linuxer, Bisher habe ich meine DVD´s mit linDVD unter openSUSE abgespielt. Mit der Versi...
Kontrollleiste SuSE 12.3 gestalten
Roland Welcker, 31.12.2014 14:06, 1 Antworten
Wie bekomme ich das Icon eines beliebigen Programms (aktuell DUDEN) in die Kontrollleiste und kan...
flash-player
roland reiner, 27.12.2014 15:24, 7 Antworten
Mein Flashplayer funktioniert nicht mehr-Plug in wird nicht mehr unterstütz,auch über google chro...