Neuer Druck-Daemon

Printerd schafft Interface zum D-Bus

Printerd schafft Interface zum D-Bus

Andreas Bohle
22.05.2012 Mit einem neuen Ansatz erweitert das Projekt Printerd die Möglichkeiten, unter Linux zu drucken. Ein Blog-Eintrag von Tim Waugh erläutert, wie sich der neue Baustein ins Gesamtkonzept einfügt.

Unter Linux hat sich bei den meisten großen Distributionen CUPS als Drucksystem durchgesetzt. Dieses System stellt einen Daemon bereit, der die einlaufenden Druckaufträge entgegennimmt und an eine komplexe Kette von Backends weiterreicht, die die Daten je nach Typ weiterverarbeiten und anschließend an die Hardware, den Drucker, durchreichen. Mit dem neuen Projekt Printerd laufen die Daten an dieser Kette vorbei direkt an den Drucker, und da das System auf den D-Bus setzt, geschieht dies asynchron.

Aufgrund der neuen Architektur akzeptiert der Printerd bislang im wesentlichen nur PDF als Eingabeformat. Er bringt ebenfalls keinen IPP-Server mit. Da sich die Struktur der Software aber am IPP-Modell orientiert, hält Waugh es für möglich, einen entsprechenden Server auf diesem Framework aufzusetzen. Der Blog-Eintrag zeigt den Printerd auch in Aktion. Ein Kommandozeilenwerkzeug names pd-client ermöglicht es, Dateien aus einem Terminal an den Dienst zu schicken. Außerdem lassen sich mit dem Tool Spool-Daten abfragen und Informationen über abgearbeitete Job anzeigen.

Der Blog-Eintrag von Waugh korrespondiert mit einem weiteren von ihm, in dem es auch um das Thema Drucken geht. Konkret diskutieren die Fedora-Entwickler gerade, ob Druckeinstellungen Teil der User-Session sein sollten. Das würde bedeuten, dass jeder Nutzer in seinem Druckdialog unter Umständen eine vollkommen andere Auswahl an Geräte sieht. Waugh meint dazu, dass dies vor allem in Bezug auf Cloud-Services, wie Google Cloud Print, Sinn ergebe, da diese mit dem Konto eines einzelnen Anwenders verknüpft seien.

Ähnliche Artikel

  • News
  • Journal-Funktion erlaubt komfortable Statusabfrage
    Mit dem Systemd entwickelt eine Gruppe um Lennart Poettering ein neues zentrales Werkzeug für Linux- und Unix-Systeme. Ursrprünglich konzipiert um alte Bootsysteme zu ersetzen, übernimmt es nun zunehmend mehr Funktionen.
  • Ringtausch
    Mit Git-annex synchronisieren Sie Daten aller Art über mehrere Rechner hinweg. Dabei erleichtert ein Webfrontend die ansonsten komplexe Konfiguration der Repositories.
  • Fortschritte beim alternativen Init-System Systemd

    Der Red-Hat-Entwickler Lennart Poettering hat von Fortschritten beim Ausbau seines alternativen Init-Systems Systemd berichtet. Die Software zum schnellen Booten soll Teil von Fedora 14 werden.
  • Systemstart mit Systemd
    Einschalten, loslegen: Mit Systemd versucht eine Gruppe Entwickler die Revolution im Boot-Prozess. Ob der Turbo aber wirklich zündet, steht noch in den Sternen.

Kommentare

Aktuelle Fragen

Rootpasswort
Jutta Naumann, 29.01.2015 09:14, 1 Antworten
Ich habe OpenSuse 13.2 installiert und leider nur das Systempasswort eingerichtet. Um Änderungen,...
Neue SuSE-Literatur
Roland Welcker, 14.01.2015 14:10, 1 Antworten
Verehrte Linux-Freunde, seit Hans-Georg Essers Buch "LINUX" und Stefanie Teufels "Jetzt lerne ich...
DVD abspielen unter openSUSE 13.1
Michael Pfaffe, 12.01.2015 11:48, 6 Antworten
Hallo Linuxer, Bisher habe ich meine DVD´s mit linDVD unter openSUSE abgespielt. Mit der Versi...
Kontrollleiste SuSE 12.3 gestalten
Roland Welcker, 31.12.2014 14:06, 1 Antworten
Wie bekomme ich das Icon eines beliebigen Programms (aktuell DUDEN) in die Kontrollleiste und kan...
flash-player
roland reiner, 27.12.2014 15:24, 7 Antworten
Mein Flashplayer funktioniert nicht mehr-Plug in wird nicht mehr unterstütz,auch über google chro...