Premiere für Tux3-Dateisystem

Premiere für Tux3-Dateisystem

Pinguin-Platte

Die Tux3-Entwickler Daniel Philips und Hirofumi Ogawa haben in den letzten Tagen erstmals ihre Entwicklung als Root-Dateisystem eines Linux-Rechners benutzt.

Das berichtet Philips in einer Mitteilung an die Kernel-Mailingliste. Dabei rechnet er den Großteil dieses Durchbruchs seinem japanischen Kollegen Ogawa an, der die meiste Arbeit in die Portierung auf den Linux-Kernel erledigt habe.

Um ein bootfähiges Linux auf Tux3-Basis zu bauen, kopierten die Entwickler ein bestehendes Root-Dateisystem auf eine leere Tux3-Partition. Nach wenigen Anpassungen konnte Philips nach eigener Aussage neue Software per Apt-get auf seiner Tux3-Partition installieren, KDE starten und am IRC-Chat seines Projekts teilnehmen. Zum Zeitpunkt seiner Mitteilung sei der Rechner immer noch ohne Probleme gelaufen.

Am kommenden Sonntag soll das Dateisystem offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt werden, und zwar auf der Konferenz Scale 7x in Los Angeles. Dennoch empfiehlt Philips es längst noch nicht für den Produktiveinsatz, beispielsweise hat es noch kein Crash Recovery.

Die nächsten Meilensteine für das Tux3-Projekt sind die Umsetzung von Atomic Commits und das Einreichen auf der Kernel-Mailingliste zur Begutachtung. Während des Review-Prozesses wollen die Entwickler dann die Versionierung als charakteristisches Tux3-Feature implementieren.

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