Partitionszauber: Parted Magic in Version 3

Partitionszauber: Parted Magic in Version 3

Kristian Kißling
29.07.2008

Wenn die Macher von Parted Magic 3.0 vom "aggressivsten Changelog aller bisher veröffentlichten Releases" reden, muss wohl einiges passiert sein, mit der Partitionierungsdistribution. Mit der lassen sich etwa Ext-, NTFS- und FAT-Partitionen vergrößern und verkleinern und Festplatten mit Hilfe zahlreicher Tools partitionieren und einrichten. Als Distribution bringt Parted Magic aber auch Firefox sowie eine Unterstützung für WLAN, FTP und SSH mit.

Obwohl das User-Interface gleich bleibt, hat das Projekt laut Eigenaussage hinter den Kulissen nahezu alles geändert. Dementsprechend lang fällt auch das Changelog von Parted Magic 3.0 aus. Besonders heben die Entwickler hervor, dass die Distribution nun HAL und Dbus verwendet. Der mitgelieferte X.org-Server liegt in Version 1.4.2 vor. Udev erkennt dank neuer Firmware mehr Festplatten und WLAN-Chips, wodurch sich weniger Rechner beim Booten aufhängen sollen. Der Einsatz des aktuellen Kernels in Version 2.6.26 verbessert die Hardware-Unterstützung dank der neu aufgenommenen Treiber noch einmal zusätzlich.

Daneben gibt es eine ganze Latte von Software-Updates, bei denen die Entwickler die mitgeliefertem Tools auf eine neue Version gehoben haben. Neue Software ging ebenso in das Repertoire der Distribution ein. Parted Magic unterstützt nun neben Lilo den verbreiteten Bootmanager GRUB - auch in der Version für USB-Sticks. Zudem wurden einige Komponenten ausgetauscht. So kommen als Dateimanager nicht mehr Thunar und Emelfm2 sondern Pcmanfm und Mc zum Einsatz.

Wer Parted Magic 3 herunterladen will, muss sich zwischen einer USB-, einer PXE- und einer ISO-Variante entscheiden. Die USB-Version eignet sich zum Einsatz auf einem USB-Stick, die PXE-Variante lässt sich über das Netzwerk booten und das ISO brennt man wie gewöhnlich auf eine CD und bootet es von dort. Die Archivgrößen für die drei Geschmacksrichtungen liegen jeweils bei 43 MByte.

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