Der anatolische Leopard

Quelle: pardus.org.tr
Quelle: pardus.org.tr

Pardus Linux 2009 ist da

Kristian Kißling
20.07.2009 Pardus heißt eine in der Türkei weit verbreitete Distribution. Onur Küçük kündigte heute die neue Version 2009 an. Diese leitet ihren Namen aus der Bezeichnung des zur Zeit in Anatolien aussterbenden Leoparden ab (Panthera pardus).

Pardus legt besonderen Wert auf die Benutzerfreundlichkeit, um möglichst viele Anwender in der Türkei, aber auch in anderen Ländern, zu erreichen. Die Distribution liegt in elf Sprachen vor, darunter Deutsch. Als Desktop kommt ein aktuelles KDE 4.2.4 zum Einsatz, unter der Haube werkelt ein Kernel aus der 2.6.30er-Generation.

Zu den auffälligen Neuerungen zählt laut Release Announcement das überholte Artwork der Distribution: Die Entwickler haben dabei Splashscreens, Hintergründe und Icon Themes überprüft und aufgefrischt und auch den Bootloader nicht verschont. Für die aktuelle Version wurden zudem zahlreiche Pakete überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht, die Pardus-Anwender mit dem distributionseigenen Paketmanager PiSi einspielen. Mit an Bord sind nun unter anderem Open Office 3.1.0.6, Firefox 3.5, Gimp 2.6.6 und X.org 1.6.2.

Nicht zuletzt haben die Anwender die Pardus Manager Tools aktualisiert und die Performance des Systems gesteigert. Die neue Version des KDE-4-Desktops sorgt für ein komfortableres Arbeiten, dank des neuen Kerns unterstützt Pardus zudem mehr Hardware. Wer Pardus Linux herunterladen und ausprobieren will, findet die 2009er-Ernte auf dem FTP-Server des Projekts.

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    Das Pardus-Team hat den ersten Release-Kandidaten der neuen Pardus-Version mit der etwas verwirrenden Versionsnummer 2009.1 zum Download freigegeben.

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