Ein bisschen hat es gedauert, jetzt stehen auch für Kubuntu 9.04 „Jaunty Jackalope” erste Pakete der brandneuen Amarok-Version bereit. Die Installation ist allerdings nicht ganz trivial.
Bereits am 10. April erschien eine Vorschau auf das kommende Amarok 2.1 mit den laut Entwicklern meisten Änderungen in der Geschichte der beliebten Musikverwaltung.
Um die Beta-Version von Amarok 2.1 unter dem aktuellen Kubuntu 9.04 auszuprobieren, bindet man das Repository
deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-experimental/ppa/ubuntu jaunty main
ein. Dazu öffnet man die Paketverwaltung über das K-Menü hinter Programme | System | Software Management, wechselt dann in den Bereich Settings und klickt dort auf Edit Software Sources. Weiter geht es auf das Register Third-Party Software, wo man in das Eingabefeld hinter Hinzufügen die obige Zeile eintippt. Anschließend klickt man auf Close und Neu laden.
Damit Amarok 2.1 in der Paketverwaltung auftaucht, muss man noch ein Terminalfenster öffnen (im K-Menü via Programme | System | Terminal) und dort den Befehl
sudo apt-get dist-upgrade
eingeben. Nachdem man ihn per Eingabetaste abgeschickt und sein Passwort eingegeben hat, beantwortet man die Frage mit einem J und bestätigt die erneute Rückfrage mit einem j.
Hat Kubuntu seine Arbeit beendet, wechselt man wieder zum Paketmanager und sucht über das Eingabefeld nach amarok. Die ausgespuckten Pakete tragen jetzt die Versionsnummer 2.0.90 – dahinter verbirgt sich die Vorabversion von Amarok 2.1. Von den angebotenen Einträgen installiert man nun den ersten namens amarok mit einem Klick auf sein Pluszeichen. Die Auswahl bestätigt man abschließend noch per Ok und Apply Now.
Entwickler finden den Quellcode von Amarok 2.1 Beta1 übrigens im Repository
deb-src http://ppa.launchpad.net/kubuntu-experimental/ppa/ubuntu jaunty main
Da in den Repositories noch weitere instabile Programme schlummern, sollte man die genannten Quellen nach der Installation wieder deaktivieren, beziehungsweise löschen. So läuft man nicht Gefahr, sich durch ein falsches Paket versehentlich sein Kubuntu-System zu zerstören.
Die Amarok-Entwickler weisen explizit darauf hin, dass die Version 2.1 zwar schon recht stabil läuft, aber dennoch nicht für den täglichen Einsatz freigegeben ist. Wer die oben genannten Pakete installiert, macht dies folglich auf seine eigene Gefahr.
Experimentierfreudige Anwender belohnt Amarok 2.1 allerdings mit zahlreichen Neuerungen. Fast jeder Bereich erhielt mehr oder wenige umfangreiche Verbesserungen. So spendierten die Entwickler eine neue, komplett konfigurierbare Playlist mit einem einfach zu nutzenden Drag-and-Drop-Editor, Cue Sheet-Unterstützung und Lesezeichen. Umfangreiche Playlisten liest Amarok jetzt schneller ein und Applets verwaltet man in der Kontext-Ansicht.





