Speichern in der Cloud

Owncloud 3 ist fertig

Owncloud 3 ist fertig

Markus Feilner
30.01.2012
Das freie Softwareprojekt Owncloud hat Version 3 seiner Synchronisations- und Filesharing-Plattform freigegeben. Neue Funktionen rund ums Online-Editieren von Dateien und der Synchronisation von Kalender- und Kontaktdaten zählen zu den Highlights. Holger Dyroff, bisher bei Suse, wird das Team von Owncloud Inc verstärken, der Firma hinter dem Projekt.

Der bei Novell und Suse als Vice President fürs Business Development zuständige Dyroff wird ab Februar den Posten des Vice President für Sales und Marketing bei Owncloud Inc übernehmen. Dyroff hatte 1993 Suse mit gegründet, unter anderem zusammen mit seinem Bruder Roland. Als Grund für den Wechsel nannte er die hervorragenden Aussichten: "Owncloud bietet Unternehmen und Partnern einen offenen Cloud Storage, als Open Source und ohne Vendor-Lock-In." Die freien Quellen, Owncloud steht unter AGPL3, ermöglichten es, deutlich robuster, flexibler, sicherer und günstiger zu sein, als die Konkurrenz, erklärt Dyroff in einer Presseerklärung, die dem Linux-Magazin vorliegt. An gleicher Stelle kündigt das Unternehmen an, noch in diesem Quartal die ersten Produkte rund um Owncloud auf den Markt zu bringen.

Holger Dyroff wechselt von Suse zu Owncloud.

Owncloud selbst hat am Wochenende Version 3 seiner Software fertiggestellt. Die neueste Variante erlaubt es Anwendern jetzt auch, online Texte zu bearbeiten, PDF-Dateien und Fotogalerien zu teilen. Ein "Applikation-Store" ist ebenso an Bord wie erweiterte Funktionen rund um die Synchronisation von Groupware-Daten (Kalender und Kontakte) auf verschiedenen Endgeräten. Da lassen sich dem Hersteller zufolge auch externe Groupwaredienste, LDAP-Verzeichnisse und Active-Directory-Server einbinden. Eine neue Logging-Funktion bietet dem Admin mehr Informationen darüber, was in seiner Owncloud-Wolke vorgeht.

Das Projekt sieht sich als direkte Konkurrenz zu proprietären Angeboten wie Dropbox, Stratos HiDrive oder Apples I-Cloud. Laut Hersteller setzen bereits mehr als 350.000 Anwender Owncloud ein und "lagern unkritische Daten bei kostengünstigen Anbietern und sensible Daten auf eigener Hardware". Gründer Frank Karlitschek nennt die neue Version einen großen Sprung nach vorne. Dazu soll auch die im Januar gegründete Owncloud Inc. beitragen. Die Firma mit Sitz in Boston und Nürnberg bietet Anwendern bei Bedarf professionellem technischen Support.

Auch die Owncloud-Community war in letzter Zeit nicht untätig: Seit Version 2 (das Linux-Magazin berichtete) hat man Ubuntus Juju-Charms-Cloud-Services angebunden, vorkonfigurierte Images für Suse Studio erstellt, die Webseite überarbeitet, die Installation besser dokumentiert sowie einen Bugtracker und ein Forum für Anwender und Entwickler eingerichtet. Owncloud ist kostenlos und ab sofort auf der Webseite des Projektes zum Download erhältlich (hier der direkte Link zur Demo).

Owncloud will das Open-Source-Cloud-Computing verändern.

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