Oracle übergibt OpenOffice an die Apache-Foundation

Oracle übergibt OpenOffice an die Apache-Foundation

Apache-Office

Marcel Hilzinger
02.06.2011 Die Würfel sind gefallen: Oracle hat die Apache-Foundation um die Aufnahme von OpenOffice gebeten, die Apache-Foundation hat zugesagt. Den finanziellen Support bekommt das Projekt in Zukunft in erster Linie von IBM.

Nach langem Hin und Her, das zur Spaltung der OpenOffice-Entwicklung und zum Fork LibreOffice führte, hat sich Oracle nun entschlossen, die Office-Suite OpenOffice in ein Apache-Projekt überzuführen. Konkret bedeutet das, dass Oracle keine OpenOffice-Entwickler mehr bezahlt und OpenOffice unter die Apache-Lizenz kommt (bislang LGPL). Der Schritt erleichtert einerseits Entwicklern, Code beizusteuern, andererseits ermöglicht die neue Lizenz Firmen, den Code mit proprietären Zusätzen zu erweitern, ohne dazu die Änderungen wieder an das Projekt zurückgeben zu müssen.

Wie Rob Weir in einem ausführlichen Blog-Eintrag erleutert, ist es allerdings noch zu früh, um OpenOffice als Apache-Projekt zu bezeichnen, da die Software und das Projekt bis zur definitiven Aufnahme noch zahlreiche Schritte durchwandern muss. Diese Schritte sind jedoch in der Regel lediglich Formalitäten. Führende Firma hinter OpenOffice wird damit IBM, das mit Lotus Symphony bereits eine eigene Version von OpenOffice pflegt und diese nun vermutlich mit OpenOffice zusammenführen wird. So erklärt der IBM-Mitarbeiter Ed Brill in seinem Blog-Eintrag zum Thema, dass sich nun einige Entwickler aus dem Symphony-Projekt aktiv an der OpenOffice-Entwicklung beteiligen werden und bereits gestartete Entwicklungen bei Symphony in OpenOffice übertragen werden sollen:

"In the short term, you can expect to see the team that develops Symphony take a more active role with the OpenOffice.org project. We have done a bunch of innovative things and one-plusses on top of the OO.o codebase, including accessibility work, the data pilot engine, and Office 2007 file format compatibility. We have a number of new pieces of innovation under development for future releases that could fit well in the open source version of the product. The team has been thinking hard on how to add value to the project quickly. "

Neben diesen zwei Blog-Einträgen und einem dritten Beitrag von Rob Sutor, dem Vice President für Open Source und Linux bei IBM gibt es auch eine offizielle Pressemeldung von IBM zum Thema, in der IBM dem Projekt finanzielle Unterstützung zusagt.

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