Oracle soll angeblich Red Hat übernehmen

Oracle soll angeblich Red Hat übernehmen

Jetzt Red-Hat-Aktien kaufen

Marcel Hilzinger
24.03.2009 Gerüchte über einen Kauf von Red Hat gibt es immer wieder. Einmal mehr soll Oracle den Linux-Distributor übernehmen wollen.

Alles begann 2003. Damals kaufte Novell die finanziell etwas angeschlagene Suse Linux AG. Eigentlich wollte Novell gar nicht die grünen Deutschen kaufen, sondern Red Hat. Aber Red Hat wollte sich nicht kaufen lassen.

2004 sollte dann Sun Red Hat kaufen. Noch schöner wurde es 2005: Damals kursierten Informationen im Web, wonach Microsoft Interesse an Red Hat habe.

Seit Oracle im Herbst 2006 den Linux-Markt mit einer eigenen Enterprise-Distribution überraschte, haben sich die Spekulationen über einen Kauf druch Oracle etwas gelegt. Larry Ellison erklärte damals zudem in einem Interview mit der Financial Times, dass seine Firma zwar überlegt habe, Novell oder Red Hat zu kaufen, jetzt aber kein Interesse mehr an Red Hat bestehe:

"We see in China and India, all that stuff is freely available and Red Hat is just cut completely out of the market. I’m not gong to spend $5bn, or $6bn, for something that can just be so completely wiped off the map. They take all the Red Hat code, have their own equivalent of the Red Hat network, and Red Hat gets zero."

2007 brodelte die Gerüchteküche wieder, auch damals hieß es, dass Oracle Red Hat kaufen wolle. Im Januar 2009 hatten sich die Analysten eine neue Idee ausgesucht: Dell kauft Red Hat. Und bei jeder Spekulation stieg der Aktienpreis von Red Hat kurzfristig wieder an.

Dabei gingen noch 2006 die Analysten davon aus, dass Oracle nur abwarten wolle, bis der Aktienkurs von Red Hat so tief gesunken sei, dass die Übernahme der Firma quasi ein Schnäppen wäre. Laut einem aktuellen Bericht der Computerzeitung ist der Kauf schon unter Dach und Fach. Und Oracle wolle nur noch den Ausgang des Deals von Sun und IBM abwarten.

Die einzige Quelle sämtlicher Gerüchte ist die amerikanische Analystin Katherine Egbert, die für die Investment Bank Jefferies & Co. arbeitet. Sie schrieb in einer Research Note, dass es Sinn machen würde, wenn Oracle Red Hat übernehme. Die gleiche Katherine veröffentlichte laut Boycottnovell.com schon des öfteren Falschmeldungen über Red Hat. Mal schauen, ob sie dieses Mal ins Schwarze getroffen hat.

Seit dem Platzen der .com-Blase zieht der Red-Hat-Aktienkurs regelmäßig bei Übernahmegerüchten an.

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