Opensuse 11.2 mit Microblogging, aber ohne Webyast

Opensuse 11.2 mit Microblogging, aber ohne Webyast

OpenSuse-Konferenz

Nils Magnus
18.09.2009 Am Rande der Opensuse Conference verrieten maßgebliche Entwickler einige Details zur neuen Version 11.2: Zwar erhält sie wohl einen aktuellen Kernel 2.6.31, Anwender müssen aber auf Yast im Browser noch verzichten.

Für das erste OpenSuse-Entwicklertreffen dieser Art, auf dem sich noch bis Sonntag Projektmitglieder der Linux-Distribution austauschen, hatten sich über 300 Teilnehmer angemeldet, davon über die Hälfte nicht aus dem Hause Novell. Während der drei Tage wolle man persönliche Kontakte ausbauen und Sachfragen klären, verkündete Community-Manager Joe "Zonker" Brockmeier das Ziel von seinem Team. "Ein Gespräch hier von 30 Minuten ist oft effektiver als eine Woche Diskussion im IRC" meint er.

Opensuse-Projektleiter Andreas Jaeger verspricht robusteres Paketmanagement.

Bei der Abstimmung verrieten Opensuse-Mitarbeiter wie Novells Projektmanager Andreas Jaeger einige Ziele für die zum 12. November angekündigte Version 11.2, die er nach wie vor im Zeitplan sieht. Nebst aktueller Softwarestände, die Jaeger dank Suse Build Service besonders einfach zu einzubinden findet, werkeln die Entwickler besonders an der Robustheit des Paketmanagements. "Die Funktionalität beim Installieren und Update wird sich nicht ändern, aber wenn ein Download abbbricht, sucht sich das Tool automatisch den nächsten Server oder lädt Pakete paralell von mehreren Servern", versprach Jaeger. Zusätzlich wolle man soziale Netzwerke auf den Desktop holen.

Will Stephenson diskutiert mit den Teilnehmern der Opensuse Conference über Details des KDE-Desktops in der Distribution.

Diesen schon auf dem Linuxtag geäußerten Plan konkretisierte der KDE-Entwickler und Novell-Angestellte Will Stephenson. Mit Opensuse 11.2 können Anwender auch abseits vom Webbrowser auf Tweets oder Facebook zugreifen. Grundlage ist KDE 4.3, der im Gegensatz zu früheren Versionen upstream entwicklete Networkmanager, der vorkonfigurierten mit Verbindungsdaten für UMTS-Netze kommt, wird es aber vermutlich nicht mehr in die nächste Ausgabe schaffen. Dies gilt letztlich auch für Webyast, einem per Browser bedienbaren Konfigurationsfrontend. Man habe aus früheren Fehlern gelernt und sich nun entschlossen, seine Oberfläche nicht automatisch zu erzeugen, sondern manuell zu entwickeln. Daher enthält Opensuse 11.2 auch nur das Framework, eine ernsthafte Zahl von Plugins erwarten die Entwickler erst in der Folgeversion im Frühjahr 2010.

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